WüSTING Was können Franzosen und Belgier von der Land- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten lernen? Eine dreitägige Exkursion führte jetzt eine 15-köpfige Gruppe von Agrarumweltexperten aus diesen beiden Ländern in den Landkreis Oldenburg. Am Mittwoch beendeten sie ihre Reise mit einem Besuch bei der Hofgemeinschaft Grummersort in Wüsting. Dort informierte Landwirt Volker Kipping über den biologisch-dynamischen Landbau vor Ort, führte die Gäste über den Betrieb und erklärte das Zusammenwirken der Familien auf dem Hof. Für die Übersetzung war Dolmetscherin Sabine Hoster zuständig, die für die Gäste simultan über Headsets übersetzte.

Der Verband für nachhaltiges Umweltmanagement (VNU) hatte die ausländischen Gäste zum Erfahrungsaustausch in den Nordwesten geladen und verschiedene Besuche bei lokalen Unternehmen organisiert. „Vorrangig wollen wir zeigen, wie sich der Umweltschutz stärker in der Landwirtschaft berücksichtigen lässt“, erläutert Edmund Spindler vom VNU-Projektteam. Dazu zählt unter anderem die Einführung von energieeffizienten Maschinen, die richtige Lagerung von Pestiziden und Herbiziden und auch der dosierte Einsatz von Düngemitteln, um möglichst wenig Nitrate entstehen zu lassen.

Keine Hilfsmittel

„Das Besondere an unserem Hof ist, dass wir die Verarbeitung nahezu ohne Hilfsmittel organisieren. Dünger oder Futtermittel werden beispielsweise nicht von außen zugekauft, sondern noch selbst produziert“, sagt Volker Kipping von der Hofgemeinschaft Grummersort. Alle Produkte, die auf dem Hof entstehen, werden unter der Qualitätsmarke Demeter für biologisch-dynamischen Anbau vertrieben. Die Gäste aus Frankreich, Flandern und der Wallonie zeigten sich beeindruckt von der Vielfältigkeit des Hofes mit eigener Käserei, Bäckerei, Gärtnerei und dem landwirtschaftlichen Sektor.

Europäisches Projekt

Mittelfristig will die französisch-belgische Delegation gemeinsam mit dem Verband für nachhaltiges Umweltmanagement ein Europäisches Projekt ins Leben rufen, in dem es vor allem um Innovationen im Umwelt-Sektor gehen soll. Neben einem intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern ist dann auch der Aufbau eines Netzwerkes sowie die Nutzung von Synergieeffekten angedacht.

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