GANDERKESEE Bernd Tönjes hatte die Idee und organisierte die Veranstaltung zehn Jahre lang. Auch bei der 17. Auflage ist er mit einem Fohlen dabei.

Von Markus Minten GANDERKESEE - Dass sich eine im Wortsinne Schnapsidee zu einem derartigen Erfolg auswächst, damit hat auch der „Erfinder“ des Ganderkeseer Fohlenchampionats nicht gerechnet. Ende der 1980er Jahre war Bernd Tönjes aus Immer es Leid. Jeden Dienstag die gleichen Dikussionen.

Dienstags war der Tag, an dem Hufsschmied Werner Logemann aus Hiddigwarden im Reiterverein Ganderkesee seine Arbeit verrichtete. Und nachdem der Meister seiner Zunft ein paar Pferde beschlagen hatte, stand die „Meisterstunde“ an: Bei Bier und auch mal bei einem Schnaps wurde von Schmied, Reitern und Züchtern gefachsimpelt – aber auch reichlich geprahlt. „Jeder trommelte“, erinnert sich Tönjes. „Jeder meinte, einen richtigen Kracher im Stall zu haben.“

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Um diesen Diskussionen ein qualifiziertes Ende zu setzen, schlug Tönjes vor, die Fohlen doch einmal vorzustellen und richten zu lassen. Nur, wer sollte diese Aufgabe übernehmen? Aber auch da wusste Tönjes Rat. „Da ich einen guten Draht nach Vechta habe, konnte ich den Star-Auktionator Uwe Heckmann gewinnen.“ Da dieser zwar spontan seine Bereitschaft bekundete, jedoch ein sehr gefragter Mann war, blieb die Frage nach einem Termin. Obwohl die beste Zeit für Fohlenchampinonate der Sommer war, schlugen die Ganderkeseer einen anderen Weg ein: Aus ganz pragmatischen Gründen – der Preisrichter hatte Zeit, und, so Tönjes, „das Publikum war des Rumsitzens an den Festtagen müde“ – wurde das erste Championat auf den 2. Weihnachtsfeiertag 1990 gelegt. „Das war schon ein bisschen eine Spaßveranstaltung ohne großes Programm“, blickt Tönjes zurück. Dennoch hatte der Termin zehn Jahre lang Bestand.

Nachdem diese erste Dekade geschafft war, zogen sich Tönjes und Heckmann aus der Organisation der mittlerweile traditionellen Veranstaltung zurück. Andere – unter ihnen Wolfgang Köhler, Dirk Meiners, Werner Behrens, Heinz-Georg Tönnies und Dieter Schmidt – machten weiter und entwickelten das Championat ständig weiter. So wurden im Laufe der Jahre aus anfangs „zehn bis fünfzehn Fohlen“ bis zu 25, der Termin wurde vom 2. Weihnachtstag auf die Zeit zwischen den Jahren verlegt und es kam ein Rahmenprogramm hinzu.

Was blieb, war aber der Zuspruch der Züchter aus der Region und der Gäste (Tönjes: „Wir hatten sofort 400 Zuschauer“). Das habe sicher auch daran gelegen, „dass wir von Anfang an professionelle Richter hatten“, ist sich Tönjes sicher. Und selbstverständlich unantastbar war auch der Name der Organisatoren des Ganderkeseer Fohlenchampionats: „Die Freunde der Meisterstunde“.

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