HUDE HUDE/SO - Rabea hat schon einmal zuhause einen Akkuschrauber in der Hand gehabt – das merkt man, als die zwölfjährige Huderin in der Manometer-Fertigung der Firma Labom mit Maschinenhilfe Schrauben in das Gehäuse eines Messgerätes drehen soll. Solche praktischen Übungen gehörten zum Programm, das das auf die Produktion von industriellen Druck- und Temperaturmessgeräten spezialisierte Unternehmen gestern zum „Zukunftstag“ anbot. Neben Rabea, die das Graf-Anton-Günther-Gymnasium besucht, nutzten weitere 23 Mädchen aus den Klassen 7 bis 9 die Gelegenheit, bei Labom für einige Stunden in die Arbeitswelt technischer Berufe hineinzuschnuppern.

Labom-Mitarbeiter Bernd Franck informierte die Mädchen zunächst über die Firma und ihre Produkte, ehe sie in sechs Gruppen die verschiedenen Abteilungen kennen lernten. Auszubildende führten die Teilnehmerinnen durch die verschiedenen Abteilungen. Dort durften sie den Beschäftigten nicht nur über die Schultern schauen, sondern selbst bohren, schrauben, Platinen bestücken und löten.

Zwölf junge Leute werden zurzeit bei Labom ausgebildet, davon vier Mädchen, und zwar in den Berufen Systemelektroniker, Feinwerkmechaniker, Industriekauffrau und technischer Zeichner. Insgesamt hat das Unternehmen 142 Beschäftigte – darunter sind 43 Frauen.

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Die Resonanz auf das freiwillige Angebot, am „Zukunftstag“ teilzunehmen, fiel an der Huder Peter-Ustinov-Schule unterschiedlich aus, berichtete Sozialpädagogin Insa Coordes. „Je jünger die Schüler, desto stärker ist das Interesse ausgeprägt“, hat sie beobachtet. Verständlich: Denn in den Klassen 9 und 10 ist vielen Schülerinnen und Schülern durch Berufspraktika bereits weitgehend klar, welche Richtung sie nehmen wollen. Mädchen der Peter-Ustinov-Schule haben sich vorwiegend über Berufe wie Tischler, Gärtner, Kfz-Mechaniker und Mechatroniker informiert. Auch Jungen nutzten die Chance, für sich „typische Frauenberufe“ in Pflege und Erziehung entdecken. Insa Coordes berichtete von einer 6. Realschulklasse, aus der gestern alle 18 Schüler – darüber zehn Jungen – am Zukunftstag teilgenommen haben.

Die 13-jährige Elena aus Hude, die in Oldenburg zur Paulus-Schule geht, kann sich vorstellen, einen technischen Beruf zu ergreifen: Denn „Bohren“, hat sie bei Labom gemerkt, „ist cool.“

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