Wüsting Ein Wohngebiet für Familien mit Kindern: Das sei das Verkaufsargument der Gemeinde Hude gewesen. Und die jungen Familien haben sich gerade wegen des besonderen „Charmes von Wüsting“ dafür entschieden, hier, auf dem Areal hinter dem neuen Seniorenzentrum, ihr Eigenheim zu errichten. „Es macht Spaß hier zu wohnen“, betont Sven Schneider.

„Kalt von hinten“ erwischte die Anwohner die Nachricht, dass, direkt vor der Haustür, ein Studentenwohnheim mit 20 Einzelapartments und ein Gästehaus mit zehn Doppelzimmern geplant wird. Auf einer Mischgebietsfläche, direkt im Eingang zum Jakob-Backer-Weg (NWZ  berichtete).

Natürlich wussten die Anwohner, dass im Mischgebiet, mehr erlaubt sei, sagen sie. Allerdings sei seitens der Gemeinde während der Verkaufsgespräche von Handwerksbetrieben auf knapp 1000 Quadratmeter großen Parzellen die Rede gewesen.

Für das Studentenwohnheim wolle man nun aber zwei Grundstücke zusammenlegen. Ein Riesenkomplex auf rund 2000 Quadratmetern. Sogar fast 3000 Quadratmeter seien es mit dem Grundstück für das Gästehaus auf der anderen Straßenseite. Das sei rund die Hälfte des Areals vom Seniorenzentrum nebenan, macht Schneider die Dimension deutlich.

Man habe nichts gegen ein Studentenwohnheim in Wüsting, sagte Anwohner Hergen Timmermann am Freitag bei einem Pressetermin. Nur: An diesem Standort, so dicht an der Familienhausbebauung, mit Zufahrt über eine Spielstraße, sei ein Vorhaben dieser Größenordnung fehl am Platze. Und es widerspreche auch den Aussagen, welche die Gemeinde zur Mischgebietsnutzung gemacht habe. „Wir fühlen uns verraten und verkauft“, sagt Sven Schneider.

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Verwaltung und Politik sollten nach anderen Örtlichkeiten Ausschau halten, fordert Jan Burgmann. Aber nicht hier, so mittendrin in einem Wohngebiet und mit der Erschließung über eine Spielstraße. Es gebe doch wohl andere Grundstücke, wo ein solches Projekt Anwohner nicht so belaste.

Erschüttert sind die Kritiker des Projekts, dass einige von ihnen in den vergangenen Tagen verbal massiv angegangen wurden. Dabei äußerten sie doch nur ihre Bedenken, dass der geplante Standort nicht der Richtige sei.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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