GANDERKESEE /LANDKREIS Der „Arbeitskreis Berufsorientierung“ unterstützt Schulen bei der Vorbereitung der Schüler auf die Arbeitswelt. Eines seiner Ziele: Mehr Betriebe sollen sich für Praktika öffnen.

Von Karsten Kolloge GANDERKESEE/LANDKREIS - Wer „BPT“ bislang für eine Chemikalie oder ein Autokennzeichen gehalten hat, wurde gestern in der Tischlerei Warrelmann eines Bessren belehrt. BPT, so erläuterte Hauptschul-Lehrerin Beate Reiß, stehe für die „Betriebs- und Praxistage“, die seit dem Schuljahr 2005/06 für die 8. und 9. Klassen an Niedersächsischen Hauptschulen Pflicht sind. Wie die Hauptschule Ganderkesee die BPT organisiert und wer dabei hilft, das wurde gestern bei einer Pressekonferenz in der Tischlerei vorgestellt.

Ziel der Betriebs- und Praxistage ist es, den Schülern eine erste Orientierung über mögliche Berufe und intensivere Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Mehr als 50 Achtklässler der Ganderkeseer Hauptschule waren deshalb in den vergangenen sechs Wochen jeweils am Donnerstag zu Unternehmen ausgeschwärmt. Dort absolvierten sie ein Praktikum.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Begrüßt und unterstützt wird dieses Bemühen, die berufliche Orientierung der Schüler schon früh zu stärken, vom „Arbeitskreis Berufsorientierung für den Landkreis Oldenburg und die Stadt Delmenhorst“. Ziel müsse es sein, junge Menschen möglichst gut auf die Arbeitswelt vorzubereiten, die Abbrecherquote unter den Azubis zu senken und über die Vielzahl der Berufe zu informieren, sagte Wolfgang Jöhnk (Handwerkskammer Oldenburg): „Je besser Jugendliche vorbereitet sind, desto mehr Betriebe können wir überzeugen, weitere Ausbildungsplätze bereitzustellen.“

Der Arbeitskreis ist bemüht, dass sich mehr Betriebe für die jungen Praktikanten öffnen. Hierfür werbe man unter den Mitgliedsunternehmen, sagten Jöhnk und auch Irina Börchers (Arbeitgeberverband Oldenburg).

Was die Umsetzung der „Betriebs- und Praxistage“ angeht, riet Holger Lintelmann, Inhaber der Tischlerei Warrelmann, allerdings von den wöchentlichen Besuchen der jungen Leute ab. Ein Praktikum „en bloc“ sei allemal sinnvoller: Nur so könne ein Jugendlicher sich ein Bild vom Ablauf der Arbeit in einem Betrieb machen. Ansonsten würden nur Mosaiksteinchen vermittelt.

Mit „seinem“ Praktikanten in der Tischlerei, dem 15-jährigen Andre Hepper, zeigte sich Lintelmann sehr zufrieden. Er könne sich vorstellen, häufiger Praktikanten einzustellen.

Arbeitskreis informiert Schulen und auch Betriebe

Der Arbeitskreis Berufsorientierung für den Landkreis Oldenburg und die Stadt Delmenhorst wurde im September 2004 gegründet mit dem Ziel, praxisbezogene Maßnahmen zur Berufsorientierung junger Menschen zu unterstützen. Hierfür erstellte er einen (für Schulen und Betriebe gedachten) Flyer, auch sind Lehrerfortbildungen angedacht. Informationen erteilt Irina Börchers, 0441/210 27 12.

Ständige Mitglieder sind Wolfgang Schwarberg (Landesschulbehörde), Beate Reiß (Fachberaterin für Berufsorientierung), Elisabeth Düser (Fachberaterin für die Zusammenarbeit von Schulen), Norbert Klüh (Koordinator für Schülerfirmen), Gerd Jacoby und Heiner Barkemeyer (Arbeitskreis Schule/Wirtschaft), Irina Börchers (Arbeitgeberverband Oldenburg), Klaus Ballmann (Oldenburgische IHK) und Wolfgang Jöhnk (Handwerkskammer Oldenburg).

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.