WILDESHAUSEN Mit seiner Frau Marga zieht der 63-Jährige auf einen Campingplatz in Brandenburg. Nun will er sich stärker dem Hobby widmen.

Von stefan Idel WILDESHAUSEN - „Wenn ich einmal gehe, dann nur mit meiner alten Posttasche.“ Diese Worte von Rolf Günter Meyer sind Volksbank-Vorstand Rolf-Lothar Klawonn in bester Erinnerung geblieben. Also überreichte er dem langjährigen Hausmeister bei dessen Abschiedsfeier am Donnerstagabend im Kreise vieler Kolleginnen und Kollgen die braune, verschlissene Aktentasche, mit der Meyer jahrelang die Post innerhalb der Bank verteilt hatte. Und weil Meyer mit seiner Frau Marga den Ruhestand künfitg auf einem Campingplatz im brandenburgischen Wusterhausen genießen will, wurde die Tasche mit Kaffee, Bananen, Strümpfen und anderen Sachen vollgepackt. Im Osten müsse man entsprechend gewappnet sein, flachste Klawonn.

Der Volksbank-Chef bezeichnete den 63-jährigen, gebürtigen Rasteder als „Tausendsassa“, der in vielen Berufen Erfahrung gesammelt habe. Gelernt hat Meyer nach eigenen Angaben den Beruf des Malers, war dann nach der Bundeswehrzeit Fernfahrer und hat sich als Kraftfahrer selbstständig gemacht. Noch heute können sich viele Wildeshauser erinnern, wie er mit dem Tankwagen durch die Gegend gefahren ist. Außerdem war Meyer bei der Firma Hüffermann beschäftigt. „Dort habe ich nicht nur Lkw gefahren, sondern auch Messen mitgemacht und war in der Fahrzeugfertigung tätig“, erinnert er sich.

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Seit Dezember 1984 war Meyer bei der Volksbank Wildeshauser Geest als Hausmaeister beschäft. Dort war er maßgeblich am Umbau des Gebäudes sowie am Ausbau Richtung Bahnhofstraße beteiligt. Auch die Umstellung auf den Euro hat er noch in bester Erinnerung.

Künftig will sich der Vater von zwei Kindern (Monika und Marcus) und zwei Enkelkindern stärker seinem Hobby, dem Modellbau, widmen. „Außerdem möchte ich mehr segeln“, sagt Meyer. Dazu bietet sich der idyllische Klempowsee, der unmittelbar in der Nähe des künftigen Domizils in Wusterhausen liegt, geradzu an. Auf dem Campingplatz beziehen er und Ehefrau Marga, die von 1985 bis 1997 als Reinigungskraft bei der Volksbank beschäftigt war, ein so genanntes Mobilheim. „Wir haben seit 1990 dort regelmäßig Urlaub gemacht und mögen Land und Leute“, sagt Meyer. Ganz in der Nähe liegt übrigens auch Neustadt/Dosse, die Partnergemeinde Wildeshausens. In die Kreisstadt könne er aber jederzeit wieder zurückkehren. „Uns haben bereits viele Bekannte eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten.“

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