SANDHATTEN Keinesfalls überhängende Bäume oder Sträucher gelten als das größte Problem an den Wegen in den Wochenendhausgebieten der Gemeinde, viel schlimmer sei der Zustand der Wege. Das meinen zumindest Monika und Gerhard Keil. Nach einem Aufruf der Feuerwehr, die Wege freizuschneiden (die NWZ  berichtete), wandte sich auch das Ehepaar an die Redaktion.

Für sie stellen die tiefen Schlaglöcher in den sandigen Wegen das größte Problem dar. Monika Keil (64) berichtet von zwei Gelegenheiten, bei denen ihr Vater und ihre Mutter, die wie sie im Wochenendgebiet in Sandhatten leben, mit dem Krankenwagen abtransportiert werden mussten. Das sei für beide mit extremen Schmerzen verbunden gewesen. Der Geschäftsführer der Sandkruger Malteser, Jürgen Lueken, bestätigte der NWZ , dass einige Wege in den Wochenendgebieten für die Einsatzfahrzeuge problematisch seien.

Aber nicht nur Rettungsfahrzeuge haben ein Problem. Viele Menschen in der Gegend würden älter, sagt Gerd Keil (65). „Mit einem Rollator kann man die Wege nicht begehen.“ Den Einwand, es handele sich schließlich um ein Wochenendhausgebiet lässt er nicht gelten: „Viele Menschen leben lange das ganze Jahr über hier, meine über 90 Jahre alten Schwiegereltern seit fast 40 Jahren, sollen die jetzt wegziehen?“ Bewohner in diesem Alter seien keine Ausnahme mehr, sondern eher die Regel, so Keil: „Ein reines Wochenendgebiet ist das schon lange nicht mehr.“

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Es müssten ja nicht gleich gepflasterte Wege sein, finden die Keils. Ihnen schwebt eine Befestigung mit grobem Schotter vor, wie sie bei Forstwegen eingesetzt wird. Dafür könnten auch die Anlieger die Kosten tragen.

Generell solle der Charakter dieser Gebiete mit den typischen Waldwegen erhalten bleiben, erklärt dazu Bauamtsleiter Sven Corbes, dass sei auch von Anliegern immer wieder so geäußert worden.

Wo Probleme bekannt würden, hätten die Anlieger bislang in Kooperation mit dem Bauhof selbst Schlaglöcher mit Schotter flicken können. Größere Schäden beseitige der Bauhof; das sei auch jetzt wieder geplant, wegen des Wetters derzeit aber nicht möglich.

Den Einwand der Keils, viele Anwohner seien mittlerweile zu alt, um Schotter zu schleppen, könne er nachvollziehen, so Corbes. Unter Umständen müsse hier über neue Lösungen nachgedacht werden. Probleme für Rettungsfahrzeuge seien ihm bislang nicht bekannt gewesen, auch hier wolle er nachhaken, sagte der Bauamtsleiter.

Vor einer generellen Befestigung der Wege müsse auf jeden Fall eine politische Entscheidung fallen.

Für die Feuerwehr bleiben zugewachsene Wege das Hauptproblem. Schlaglöcher und Unebenheiten seien für die Fahrzeuge der Wehren kein Hindernis, sagt Gemeindebrandmeister Reiner Schröder am Dienstag.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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