Aschenstedt Der Landkreis Oldenburg lehnt die Einrichtung einer geschlossenen Ortschaft und eines Kreisels in Aschenstedt ab. Das ist das Ergebnis des jüngsten Besichtigungstermins an der Kreuzung der L 872 und der K 237 durch die Verkehrssicherheitskommission. Diese Absage ist in Briefen des Kreises an Werner Wachtendorf (im Namen vieler Aschenstedter) sowie an die Gemeinde Dötlingen enthalten, die 2014 jeweils die Einrichtung einer geschlossenen Ortschaft gewünscht hatten.

Gegenüber der NWZ  begründete Heike Lüning vom zuständigen Straßenverkehrsamt die Absage mit mehreren Punkten. Danach sei weder die Einrichtung einer geschlossenen Ortschaft, die Einrichtung eines Kreisverkehrsplatzes noch eine Geschwindigkeitsbeschränkung für den Schwerlastverkehr notwendig. Lüning verwies auf das „eher rückläufige Verkehrsaufkommen“ zwischen den amtlichen Zählungen 2000 und 2010. Der Kreis greift dabei auf den offiziellen Zahlen der „Verkehrsstärke“ zurück, die alle fünf Jahre von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erhoben werden. Hier gab es einen Rückgang. „Die nächste Zählung ist in diesem Jahr“, so Lüning.

Das Unfallgeschehen befindet sich in den Augen der Kreisverwaltung für eine Kreuzung auf niedrigem Niveau. Die vier Verkehrsunfälle zwischen Januar 2011 und November 2014, darunter einer mit Todesfolge, hätten nicht im Zusammenhang mit der zulässigen Geschwindigkeit gestanden. „Insgesamt zeigt das Unfallgeschehen in seiner Gesamtheit in diesem Bereich keine Auffälligkeiten“, so das Straßenverkehrsamt.

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Für die Einrichtung einer geschlossenen Ortschaft gebe es klare Vorgaben, erläuterte Lüning. Sie würden in Aschen­stedt nicht erfüllt. Weder gebe eine Ortsdurchfahrt im Sinne des Straßengesetzes noch viele Zufahrten zu der Straße, die eine Einrichtung einer geschlossenen Ortschaft begründen würden.

Im Dötlinger Bau-, Straßen- und Verkehrausschuss wurde die Absage aus dem Kreishaus mit Enttäuschung aufgenommen. Bürgermeister Ralf Spille: „Wir sind weiterhin der Auffassung, dass, auch im Hinblick auf die stark frequentierte Bushaltestelle, eine Reduzierung der Geschwindigkeit in diesem Bereich zwingend notwendig ist.“

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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