Wardenburg Die kieslaichenden Wanderfische wie Lachs, Meerforelle und Neunauge bekommen eine neue Kinderstube in der Lethe. Mit rund 320 Tonnen Kies werden ihnen ideale Verhältnisse zur Fortpflanzung geschaffen.

Für die stark verbaute Lethe bedeute der Kieseintrag einen wichtigen Schritt zurück zu mehr Lebensqualität für ihre Bewohner. Dem Fischereiverein Wardenburg sind solche Maßnahmen ein großes Anliegen. Der Vereinsvorsitzende Paul Riefstahl betont, dass es seinem Verein nicht nur um das Fangen der Fische geht. „Wir wollen die Natur des Flusses, so gut es geht, wieder herstellen und dafür sorgen, dass die Fische sich selbst fortpflanzen.“

Wenn Fischarten in unseren Flüssen dauerhaft wieder heimisch werden sollen, muss man ihnen geeignete Bedingungen zur Fortpflanzung schaffen, so der Sportfischerverband Weser-Ems. Genau das geschieht jetzt auf einer rund 200 Meter langen Strecke der Lethe bei Wardenburg.

In dem Flussabschnitt im Bereich „Bei der Wardenburger Mühle“ werden aus 320 Tonnen Kies Laich- und Aufwuchshabitate für kieslaichende Wanderfische entstehen. Fische wie Lachs, Meerforelle und Neunauge, die zeitweise ganz aus der Lethe verschwunden waren, werden dann wieder die Wasserlandschaft finden, die sie zum Laichen und Überleben brauchen.

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Unter Bauleitung des Biologen Dr. Jens Salva vom Sportfischerverband Weser-Ems bringt der Fischereiverein Wardenburg mit fünf Kiesbänken ein Stück ursprüngliche Flussnatur zurück in die Lethe. „Hier herrscht ein einträchtiges Miteinander von Landkreis Oldenburg, Hunte-Wasseracht und Fischereiverein Wardenburg“, so Salva. „Agrarfrost hat einen Teil der Steine kostenlos angeliefert.“ Mit den fünf bis zehn Meter langen Kiesbänken werden aber nicht nur Laichplätze geschaffen. Die gesamte Flussstruktur werde vielfältiger und für die Wasserbewohner attraktiver. Der Flussabschnitt bekomme mehr Tiefenvarianz, die zur Ausbildung von Flachwasserbereichen führt. Auch wirken die Kieseinbauten stabilisierend.

Noch werde künstlich nachgeholfen, wenn die Wanderfische in die Lethe aufsteigen. Der Rogen wird in der Brutanstalt in Oldenburg befruchtet, und die Brütlinge werden im Fluss ausgesetzt.

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