Raus aus ihrer gewohnten Rolle als Schüler und hinein in die von Menschen, die wegen Kriegen oder Hungersnöten aus ihrer Heimat flüchten müssen: Diesen Perspektivwechsel haben die Mädchen und Jungen der Klasse 8a der Waldschule Hatten mitgemacht. Anna Overbeck und Flora Antoniazzi vermittelten im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung den Jugendlichen wichtige Informationen zu dem schwierigen Thema.

Die Situation weltweit wurde beleuchtet, Fluchtursachen und -wege auf der Landkarte gezeigt, außerdem die Situation in Deutschland und speziell in Hatten betrachtet. Aufschlussreich an dem Workshop war beispielsweise die Gegenüberstellung von Flüchtlingszahlen und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit der jeweiligen Volkswirtschaften (gemessen am Bruttoinlandsprodukt). Asien: 27,474 Milliarden Dollar/8,27 Millionen Flüchtlinge; Europa: 21,952 Milliarden Dollar/2,07 Millionen Flüchtlinge; Nordamerika: 19,210 Milliarden Dollar/0,62 Millionen Flüchtlinge; Südamerika: 5,728 Milliarden Dollar/0,39 Millionen Flüchtlinge; Afrika: 2,355 Milliarden Dollar/4,83 Millionen Flüchtlinge.

Mit einem Rollenspiel, bei dem die Achtklässler typische Erfahrungen vieler Flüchtlinge kennenlernten, ging diese ungewöhnliche Schulstunde zu Ende.  

Felix Beilstein (45) hat ein großes zeichnerisches Talent und einen ganz besonderen Blick auf die Welt. Dabei spielt möglicherweise auch eine Rolle, dass er Autist ist. Im Alltag arbeitet er in einer Fahrradwerkstatt, seine Bilder malt er in der Freizeit.

Eine Ausstellung zum Thema „Traum-Berufe“ ist derzeit in der Kirchhatter Peter-Suhrkamp-Bibliothek, Marktplatz 1 b, zu sehen. Heidi Beilstein, die Mutter von Felix, stellte die Bilder bei der Premiere Schülern der Klasse 4b Grundschule Kirchhatten vor. Neben Schauspieler, Politiker, Schiedsrichter, Astronaut und Kapitän gehören für Felix Beilstein übrigens auch der Zeitungsleser und Oldtimer-Chauffeur zu den erträumenswerten Berufen – sehr sympathisch.

Es ist nicht die erste Ausstellung, die Felix Beilsteins Bilder zeigt: Den Anfang machte vor Jahren eine Bilderserie über Louis Armstrong, danach folgten „Ali Baba und die 40 Räuber“, „Dick fand ich schön“ sowie „Köppe mit Krone“.

Bis zu den Sommerferien sollen die Bilder in der Bücherei hängen bleiben, verspricht Mitarbeiterin Heidi Evers. Geöffnet ist montags von 10 bis 12 Uhr sowie 15 bis 17 Uhr, donnerstags 17 bis 19 Uhr und freitags 10 bis 12 Uhr.

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