BECKELN Der Harpstedter Samtgemeinderat steht vor ei-nem Umbruch: Mit Ende der Wahlperiode scheiden elf der 28 gewählten Samtgemeinderatsmitglieder aus und räumen den Stuhl für Neugewählte. Bei der letzten Sitzung in alter Besetzung im Gasthaus Beneking in Beckeln wurden die Elf nach teils langjährigem ehren- amtlichem Engagement in der Kommunalpolitik verabschiedet (siehe Kasten). Darunter auch der bisherige Ratsvorsitzende Heinrich Cordes (CDU), der eine persönliche Bilanz der Ratsperiode zog: „Der Samtgemeinderat hat alle ihm gestellten Aufgaben mit Umsichtigkeit erledigt“, sah er viel geschafft und dankte den Ratsmitgliedern für „konstruk- tive und emotionslose Mitarbeit“ und der Verwaltung für „gründliche Vorbereitungen“.

Zuvor hatten Vertreter verschiedener Fraktionen und Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes ihrerseits dem scheidenden Ratsvorsitzenden („er war stets fair“, so Hartmut Post) sowie den ausscheidenden Ratskollegen gedankt. „Sie haben viel Neues gemacht, sich engagiert, geärgert, vielleicht mal resigniert, aber immer weitergemacht und sich über Jahre für die Allgemeinheit eingesetzt und viel Zeit geopfert“, zollte der Verwaltungschef  Anerkennung.

Recht zügig waren danach Beschlussvorlagen vom Tisch. Bewilligt wurde ein Zuschuss von 20 000 Euro als außerplanmäßige Ausgabe für die Neugestaltung des Harpstedter Friedhofsvorplatzes, den die ev. Kirchengemeinde beantragt hatte. „Wir sind in der Pflicht“, befand nicht nur Post (CDU). Nur Horst Bokelmann (fraktionslos) lehnte eine Zuwendung aus öffentlichen Mitteln mit Verweis auf den eigenen Friedhofsetat ab.

Mit einhelligem Votum stellte der Rat eine 7,5-prozentige Kostenbeteiligung der Samtgemeinde an Radwegebauten an K 53 (Horstedt-Ippener) und K 5 (Reckum-Colnrade) in Aussicht. Eine Vorfinanzierung indes wurde, wie schon im Samtgemeindeausschuss, abgelehnt. Bliebe es für die beiden in die Prioritätenliste des Landkreises ab 2012 aufgenommenen Radwe- ge beim üblichen Finanzierungsmodell, flössen 60 Prozent vom Land nach dem Entflechtungsgesetz, 25 Prozent trüge der Landkreis; die verbleibenden 15 Prozent teilten sich Samtgemeinde sowie die betroffenen Mitgliedsgemeinden nach Streckenanteil.

Nach 20 und mehr Jahren scheiden drei Ratsmitglieder aus: Drei Jahrzehnte engagierte sich Heinrich Cordes (CDU) ehrenamtlich im Samtgemeinderat, davon u.a. 25 Jahre im Feuerschutz-, 23 Jahre im Schul- und 20 Jahre im Bau- und Umweltausschuss. 25 Jahre aktiv war Gert Weidenhöfer (CDU), der etwa dem Bau- und Umweltausschuss angehörte und auch vorsaß. Vor 21 Jahren in den Rat nachgerückt war Johann Witte (FDP), der u.a. lange Bau- sowie Feuerschutzausschuss angehörte. Alle drei erhielten als Dank Blumen, Weinpräsent und Gutschein.

Fünf Ratsmitglieder treten ab nach einem Jahrzehnt oder mehr: Heinrich Meyer (SPD) und Klaus-Dieter Westphal (CDU) nach zehn Jahren, Wolfgang Eichler (SPD) nach 13 Jahren sowie Georg Drube (CDU) und die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Wachendorf nach 15 Jahren politischer Arbeit in einem „breiten Spektrum der Kommunalpolitik“, so Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes. Dafür gab’s Blumen und „Harpstedter Tropfen“.

Eine Wahlperiode dabei waren Uwe Meyerdiercks (HBL) und Dietmar Klinke (SPD), die dem Rat seit 2006 angehörten. Ein Jahr im Rat saß Gerfried Holthusen (FDP), der nicht wieder zur Wahl antrat.

Astrid Kretzer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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