Ohne sie würde der Ball nicht rollen – und deswegen vergaß es Uwe Vogel, der Vorsitzende des TSV Ganderkesee, nach dem Abpfiff der Fußball-Hallenkreismeisterschaften auch nicht, den am „Budenzauber“ beteiligten Unparteiischen zu danken: „Ihr habt sehr gute Leistungen abgeliefert und für einen fairen Rahmen der Veranstaltung gesorgt.“ Für die Schiedsrichter selbst sei es immer etwas Besonderes, bei diesem Event dabei zu sein. „Es ist einfach das beste Hallenturnier im Landkreis Oldenburg“, meinte Theodor Potiyenko, während sein Kollege Per-Ole Wendlandt das überwiegend faire Verhalten der Mannschaften lobte: „Ausnahmen gibt es zwar immer mal, aber nach Spielschluss ist das in der Regel sofort vergessen.“ So kamen die Schiedsrichter an allen drei Turniertagen mit einer Handvoll Zeitstrafen aus. Neben Potiyenko und Wendlandt kamen außerdem zur Spielleitung zum Einsatz: Tim Otten, Sven Schlickmann, Florian Gräwert, Felix Otten, Felix Heuer, Öztan Tan, Andre Bakenhus, Ingo Feldhus, Jörn Peters sowie Maximilian Dolch, der unter anderem das Finale am Sonntag leitete.

Eine absolute Rarität sind beim Hallenfußball die Tore mit dem Kopf. Üblicherweise wird der Ball beim Budenzauber flach gehalten, doch der TV Falkenburg verbuchte dennoch einen Treffer aus der Luft. Im Vorrundenspiel gegen die SG Bookhorn schaffte Christian Heinken das Kunststück und köpfte kurz vor dem Schlusspfiff das Tor zum 5:0-Endstand.

Die Technik hat dem Gastgeber einen dicken Streich gespielt. Die Tonanlage gab am zweiten Turniertag ihren Geist auf und gab am Sonnabend nur nervende Töne von sich. „Die Endstufe ging kaputt“, erklärte Organisator Uwe Vogel. Am Finaltag wurde dann                                                                                                                         notdürftig Abhilfe geschaffen und eine neue Anlage aufgebaut – die Durchsagen waren dennoch kaum zu verstehen.

In zwei Einlagespielen kam am Sonntag auch der Nachwuchs des TSV Ganderkesee zu einem fußballerischen Einsatz auf dem Kunstrasen. In gemischten Teams standen sich zunächst die E- und D-Juniorinnen des TSV gegenüber. Die Partie endete mit einem gerechten 2:2. In diesem Match sprang einmal „aushilfsweise“ sogar Heiko Vogel, der Torhüter des TV Falkenburg, über die Bande. Sein Einsatz bezog sich in diesem Fall aber nicht auf das Abwehren von Schüssen, sondern beschränkte sich darauf, der jungen Ganderkeseer Kollegin zwischen den Pfosten die Sportschuhe zuzubinden. Das Duell zwischen den F-Junioren des TSV Ganderkesee und des VfL Stenum gewannen die Gastgeber mit 6:2.

Wie schon in den Vorjahren waren auch diesmal die Fans des FC Hude die Stimmungsgaranten in der Halle am Steinacker. Überaus fair wohnten die Anhänger des Kreisligisten auch nach dem unglücklichen Aus ihrer Mannschaft in der Zwischenrunde dem Turnier bis zum Ende bei.

Sowohl der Harpstedter TB mit Ole Lehmkuhl als auch der Ahlhorner SV fielen am Endrundenspieltag mit ihren Wechselfehlern auf. Lehmkuhl verließ während des Spiels gegen Falkenburg in der Zwischenrunde über die Seitenbande das Feld und wurde ebenso mit einer Zeitstrafe versehen wie die Ahlhorner, die kurzzeitig mit fünf statt vier Feldspielern agierten.

Bevor der Vereinsvorsitzende Uwe Vogel und Ganderkesees Fußball-Abteilungsleiter Andreas Volk zur Siegerehrung schritten, ließ sich der TSV-Chef die Gelegenheit nicht entgehen, um sich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern zu bedanken. „Das war ein wahnsinniger Kraftakt“, stellte Vogel heraus. Ebenso dankte er dem Hallensprecher Uwe Hense für seinen dreitägigen Einsatz am Mikrofon.

Zu den ganz großen Emotionen (ovales Bild) kam es bei der Siegerehrung, als sich Heiko Schwarting vom Vizemeister TV Munderloh das Mikrofon griff. Mit seiner Aussage „Ich möchte jetzt ein neues Kapitel angehen“ stellte er die Zuschauer kurz vor ein Rätsel. Dieses löste sich aber schnell auf, als er auf die Knie ging, Sohn Henry in die Arme nahm und seiner Freundin Anieka einen Heiratsantrag machte.

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