WILDESHAUSEN Der Wildeshauser Anwalt Delank überreichte ein Positionspapier. Rückenwind erhofft sich die CDU im Kreis.

Von Stefan Idel WILDESHAUSEN - Ein weiteres Etappenziel hat die Interessengemeinschaft „Vorsicht Hochspannung“ erreicht: „Ministerpräsident Wulff hat uns zugesagt, dass er in Kürze mit uns einen Termin in Hannover anberaumt“, erklärte Jens Kammann (Beckstedt) gestern gegenüber der NWZ. Mit etwa 30 Vertretern hatte die Bürgerinitiative, die gegen eine 380-kV-Hochspannungs-Freileitung von Ganderkesee nach St. Hülfe kämpft, am Dienstagabend am Rande einer CDU-Parteiveranstaltung in Wildeshausen demonstriert. Das letzte Treffen mit dem niedersächsischen Regierungschef liege ein Jahr zurück, bemerkte Kammann, der den Gesprächstermin als Erfolg wertete.

Wulff brach bei seinem Auftritt vor rund 250 Zuhörern nicht nur eine Lanze für ehrenamtliches Engagement oder die Windenergie. Zugleich signalisierte der CDU-Landeschef, dass er sich der Sorgen der Region annimmt. Das Amtsgericht in Wildeshausen stehe in Hannover nicht zur Disposition, sicherte Wulff Vertretern des Wildeshauser Justizvereins zu. Dessen Vorsitzender Martin Delank überreichte dem Ministerpräsidenten ein Positionspapier. Darin fordert der Verein mit seinen rund 100 Mitgliedern, dass das Amtsgericht für alle Gemeinden im Kreis zuständig sein soll – vor allem, damit die Zusammenarbeit zwischen Justiz und unterschiedlichen Verwaltungsstellen besser funktioniert. Erst bei einer Aufstockung auf acht Richterstellen sei die Zukunft des Amtsgerichts in Wildeshauser gesichert, ergänzte Delanks Stellvertreter Rolf-Lothar Klawonn. Bislang gehören die Gemeinden Wardenburg, Hatten und Hude zum Amtsgerichtsbezirk Oldenburg; die Gemeinde Ganderkesee ist Delmenhorst zugeordnet.

Hohe Ziele für Wildeshausen hat sich auch CDU-Bürgermeisterkandidat Willi Möser gesetzt, der im Fall seiner Wahl die Kommune zur „familienfreundlichsten Stadt“ in der Region entwickeln will. Dabei hofft er auf Rückenwind aus Hannover. Denn die CDU/FDP-Landesregierung will ein 100 Millionen schweres Programm für den Ausbau der Kinderbetreuung in den Kommunen auf den Weg bringen. Nach den Haushaltsberatungen im Landtag könnten dazu Anträge aus den Kommunen eingereicht werden, erklärte Wulff auf Anfrage.

Möser wie CDU-Stadtverbandsvorsitzender Matthias Kück hatten unter dem Wolken verhangenen Himmel zuvor aufgefordert, mit „warmen Worten“ die Partei für die letzte Phase des Wahlkampfs einzuheizen. Wulff zeigte sich vorbereitet: Kurz vor Beginn seiner Rede zog er sich einen Trenchcoat an.

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