WILDESHAUSEN „Die Vollheit spricht für sich.“ Was ein Gast aussprach, dürften viele gedacht haben: Eine Riesenschar an Freunden, Weggefährten und Mitgliedern der evangelisch-lutherischen Gemeinde Wildeshausen fand sich am Sonntag im Saal des Ev. Altenzentrums „Alexanderstift“ ein, um sich von „ihrem“ langjährigen Pastor Rüdiger Gryczan zu verabschieden. Für viele blieb nur ein Stehplatz, doch keiner ließ es sich nehmen, dem beliebten Pastor nach 17 Jahren in der Wittekindstadt Wünsche für die Zukunft – und vielfach ein Präsent – mitzugeben. Gryczan wechselt, wie berichtet, zum 1. April nach Brake-Hammelwarden, wo er eine Pfarrstelle antritt. Seine Tätigkeit in der Wildeshauser Gemeinde endet am 15. März.

„Wir als Gemeinde werden euch vermissen“, betonte Kirchenältester Rolf-Lothar Klawonn in Richtung von Rüdiger Gryczan, seiner Frau Ute und den drei Kindern: Die ganze Familie sei in Wildeshausen eingebunden, u.a. in Chören. Pastor Gryczan habe neben Amtshandlungen und Gottesdiensten viele Schwerpunkte gehabt, von Kinderkirche über Eine-Welt-Laden bis Gesprächskreis für Erwachsene. „Viele“, war sich Klawonn sicher, „werden die Predigten vermissen“. Von einem endgültigen Abschied mochte er nicht ausgehen: „Tatsache ist, dass Wildeshausen gewisse Anziehungskraft auf pensionierte Pastoren hat. Für eine Rückkehr zu gegebener Zeit sagen wir heute schon: willkommen.“ Bis dahin kann Gryczan ein Erinnerungsgeschenk zur Hand nehmen: ein Werk über die Alexanderkirche, zusammengestellt von Hartmut Berlinicki.

Gryczans „Wirken im Dienst der Gemeinde und die vielen Anstöße, die er gegeben hat“, würdigte auch Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. Der Pastor habe „viel bewirkt“ und – unterstützt von seiner Frau – viel geleistet: „Eine Gemeinde zusammenzuhalten und das Gemeindeleben lebendig zu halten, wie Sie es 17 Jahre getan haben, verlangt sehr großen Einsatz.“

Gryczan zeigte sich „gerührt“ von der großen Gästeschar und versicherte, es falle ihm „nicht leicht, von Wildeshausen, von euch zu gehen“. Aber „es tut auch gut, neue Wege zu gehen.“ Und das gab er auch der Gemeinde mit Blick auf seine künftige Nachfolge mit: „offen sein für das, was er oder sie an Neuem mitbringt: Christliche Gemeinde ist nie etwas Statisches.“

Dem Empfang im Alexanderstift vorausgegangen war ein Verabschiedungsgottesdienst in der Alexanderkirche. Mitgewirkt hatte dabei auch der Gospelchor Joyful Voices, der seinem bisherigen Mitglied Gryczan so adieu sagte.

Astrid Kretzer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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