WILDESHAUSEN In großer Einmütigkeit wurde der Vorstand des FDP-Ortsverbandes Wildeshausen in seinem Amt bestätigt. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Gasthaus Peter Sander erhielt Vorsitzender Horst Dietz ein einstimmiges Ergebnis; ebenso sein Stellvertreter Ralf Müller. Geschäftsführer bleibt Gunnar Dohle, Schatzmeister Reiner Alberts.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Dietz auch auf die „schmerzhaften Verluste“ bei der Kommunalwahl im September vergangenen Jahres ein: In Wildeshausen sank der Stimmenanteil von 9,9 auf 6,6 Prozent, die Zahl der Ratsmitglieder von drei auf zwei. Im Kreistag haben die Liberalen drei Sitze verloren. Die neuen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat würden den Akteuren „viel Kraft“ abverlangen, meinte Dietz. Er rügte die mit vielen Tagesordnungspunkten überladenen Sitzungen. Dietz sieht seine Partei auf Bundesebene in schwerem Fahrwasser: „Die Zukunft der FDP entscheidet sich in den nächsten 300 Tagen“, wies er auf die Landtagswahlen in NRW, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hin. Er bedauerte, dass Wildeshausen bei der Wahl am 20. Januar 2013 wieder dem Wahlkreis 66 (Cloppenburg-Nord) zugeteilt ist. „Auf jeden Fall müssen wir uns für die Landtagswahl richtig ins Zeug legen.“

Für die FDP-Ratsfraktion gaben der ehemalige Vorsitzende Hergen Stolle und sein Nachfolger Lars Kosten ihre Berichte ab. Stolle, der nach 20 Jahren nicht wieder für ein Ratsmandat kandidiert hatte, zählte zahllose Versäumnisse und Pannen während der vergangenen Wahlperiode auf: von den endlosen Debatten über ein neues Hallenbad bis zum missglückten Abriss der alten Turnhalle St. Peter. Tatenlos sehe die Verwaltung zu, wie ein weiterer Betrieb (die Geflügelschlachterei Kreienborg) der Stadt den Rücken kehre. Scharf ging Stolle mit dem Führungsstil von Bürgermeister Dr. Kian Shahidi ins Gericht, dem er „feudalistisch geprägte Feldherrenmentalität“ vorwarf. Von einem deutlich besseren Klima im Rat nach der Kommunalwahl sprach Lars Kosten. Er hoffe, dass nach dem Ratsbeschluss, ein Hallenbad mit einer fünften Bahn zu bauen, die Finanzierung sichergestellt werde.

Die Zahl der FDP-Mitglieder in der Kreisstadt ist im vergangenen Jahr von 31 auf 28 gesunken, wie Schatzmeister Reiner Alberts sagte. Die Kassenlage sei gut. Für den Kommunalwahlkampf im vergangenen Jahr habe die Partei rund 5800 Euro ausgeben. Die Prüfer Hermann-Georg Behrens und Karl-Wilhelm Jacobi attestierten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. Unter Leitung von Ernst-August Bode, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, wurde der neue Vorstand gewählt. Zum neuen Kassenprüfer bestimmte die Versammlung Hergen Stolle.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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