TUNGELN Hautnah erleben konnten fünf Kinder im Alter von neun und zehn Jahren die Arbeit der Pfadfinder beim „Haus am Fluss“ in Tungeln. Der Stamm „Parzival“ hatte am Wochenende zu einer Ferienpassaktion mit Übernachtung im Pfadfinderzelt eingeladen.

Zunächst wurde gemeinsam gekocht und anschließend die Kothe, wie das Schwarzzelt bei den Pfadfindern heißt, aufgebaut. Das Essen wurde im Freien am Lagerfeuer zubereitet. Es gab Nudeln mit Tomatensauce, die in einem Kreis sitzend verspeist wurden. „Bevor ich mich angemeldet hatte, habe ich mich erst einmal im Internet über die Arbeit und Regeln der Pfadfinder informiert. Erst dann habe ich mich entschieden, auch ein Wölfling zu werden“, beschrieb der zehnjährige Jannis Gehl.

Wölflinge, so werden die jüngsten Mitglieder des Stammes genannt. Sie lernen von Anfang an, was es heißt, ein Team zu sein. „Gemeinschaftssinn, Naturverbundenheit und Teamwork, das sind feste Säulen, die die Arbeit bei uns ausmacht“, so Gruppenleiterin Talea Fehner. Sie räumt auch gleich mit dem Klischee auf, dass von den Pfadfindern jeden Tag eine gute Tat erwartet wird. „Wir machen ständig etwas Gutes“, erklärte sie.

Für die vier Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter ist es wichtig, die Jüngeren gemäß unter dem Motto „Jugend führt Jugend“ praxisnah anzuleiten. „Bei uns gibt es weder soziale Unterschiede, noch wird auf Markenkleidung geachtet“, betonte Gruppenleiter Jakob Krahl. Seine Motivation ist es, die Jugend in Bewegung zu bringen – und das so natürlich wie es irgendwie möglich ist.

Dabei sind Krahl und seine Mitstreiter aber keineswegs weltfremd. Bei ihnen finden Lan-Partys oder DVD-Abende genauso statt wie in anderen Jugendverbänden auch. Und sie führen beispielsweise drei große Fahrten pro Jahr durch. Die erste ist die Pfingstfreizeit, und die zweite ist eine Großfahrt, bei der es auch schon für drei Wochen für die Älteren und zwei Wochen für die Jüngeren nach Griechenland, Tschechien Slowenien und Polen ging. Erst vor kurzem kehrten sie aus Dänemark zurück. Und zum Jahresende kommt bei einer Weihnachtsfahrt noch einmal der gesamte Stamm zusammen.

Für die fünf Ferienpasskinder klang das alles sehr spannend. Doch zunächst gaben sie sich auch mit einer zünftigen Nachtwanderung mit Fackeln zufrieden, die sie am Nachmittag mit ihren Gruppenleitern angefertigt hatten. Und noch später gab es weitere Geschichten am Lagerfeuer mit Stockbrot.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.