Wildeshausen Ein langer, mühsamer Weg liegt hinter ihnen: 27 Männer, Frauen und Kinder sind am Mittwoch im Kreishaus Wildeshausen in den Landkreis Oldenburg eingebürgert worden. Dies war bereits die 42. Einbürgerungsfeier des Landkreises.

„Deutschland ist meine zweite Heimat geworden“, sagt die 48-jährige Gayadhrie Anoma Jayasienghege aus Sri Lanka. Vor 15 Jahren ist sie ausgewandert, seit 2009 lebt sie in Hatten. Die Liebe hat sie nach Deutschland gezogen, erzählte sie im NWZ-Gespräch. Ihr Mann ist Deutscher, deshalb lag es auf der Hand für die studierte Mikrobiologin, die Staatsbürgerschaft zu wechseln.

Die Feierlichkeit eröffnete Erster Kreisrat Christian Wolf. „Einbürgerung bedeutet, dass ein hoher Anspruch an die Zugewanderten und an die Gesellschaft erfüllt werden muss“, sagte er. „Mit der Einbürgerung ist ein wichtiger Schritt in der Integration getan.“ Er wies auch darauf hin, dass Einbürgerung nicht heiße, dass die Zugewanderten ihre Kultur und Herkunft aufgeben müssten. Vielmehr stehe eine erfolgreiche Einbürgerung für ein funktionierendes Miteinander. Und das würde gerade eine Demokratie ausmachen.

Neben Sri Lanka kommen die neuen Staatsbürger unter anderem aus dem Irak, Syrien, Vietnam, aber auch aus Russland, Libanon, Serbien und Kuba.

Neu eingebürgert wurde auch Frank Heckmann aus Kuba. Der 48-Jährige fing im vergangenen Jahr an, für die verschiedenen Sprachkurse und für den Test zu lernen. Er kam ebenfalls 2003 mit seiner Frau nach Deutschland und lebte drei Jahre lang in Berlin. 2006 fand der gelernte Elektriker eine Stelle in Bremen und zog deshalb nach Ganderkesee.

Viele Hürden müssen für die deutsche Staatsbürgerschaft genommen werden: Eine Einbürgerung setzt den bestandenen Einbürgerungstest und Kenntnisse der deutschen Sprache voraus. In der Regel ist auch ein Aufenthalt von mindestens acht Jahren in Deutschland Voraussetzung.

Nach der Begrüßung erhielt jeder neue Staatsbürger eine Urkunde und sprach ein Bekenntnis vor den Versammelten, in dem erklärt wurde, die Gesetze der Bundesrepublik zu achten. Fünf der 27 neuen Staatsbürger sind in Wildeshausen wohnhaft. Die Übrigen leben in den Gemeinden Großenkneten, Ganderkesee, Hatten und Wardenburg.

Musikalisch begleitet wurde die Feier mit verschiedenen Intermezzi von Clara Meyer-Nicolaus (Violine) und Kevin Brauer (Gitarre).

Nathalie Langer Kanalmanagement / Redakteurin
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