Wardenburg Wenn die Kinder ihre Geschenke mit glänzenden Augen entgegennehmen, liegt hinter dem „Aktionsteam Wunschbaum“ eine anstrengende Zeit. Eine engagierte Gruppe stellt die Aktion jedes Jahr auf die Beine. Dazu gehören neben dem Gemeinde Wardenburg Marketing Forum (GWMF) als Initiator auch Simone Brinkmann und ihr Team vom Kinderwaren-Fachgeschaft „Sophies Welt“, in dem die Geschenke angenommen und gelagert werden, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Sozialamt der Gemeinde.

Anonymität gewahrt

„Ohne die Mitarbeiter des Sozialamtes wäre die Anonymität sichernde Bearbeitung der Wunschkarten und die Geschenkausgabe nicht möglich“, betont Werner Albrecht vom GWMF.

Stehen die Namen der Kinder fest, geht die Arbeit für das GWMF-Team los: Im Internet wird beispielsweise nach gebrauchten Fahrrädern gesucht, für gut erhaltene und preislich akzeptable Drahtesel fährt das Team auch weit über die Grenzen des Landkreises hinaus. Dennoch müssen einige Wünsche jedes Jahr unerfüllt bleiben. I-Phones, Tablets oder auch ein Barbie-Schloss sind selbst gebraucht schlichtweg zu teuer. „Wir müssen aufpassen, dass wir annähernd in dem gesteckten Rahmen von 20 Euro pro Geschenk bleiben“, betont Werner Albrecht.

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Von insgesamt 373 angeschriebenen Kindern, deren Eltern Sozialleistungen beziehen, haben 237 Kinder ihre Wunschkarte im Rathaus abgegeben. Traurige Steigerung: 2016 waren noch neun Kinder weniger angeschrieben worden. Damit zeichnet sich auch in Wardenburg die Entwicklung ab, dass mehr Kinder in finanziell prekären Familien aufwachsen. Damit einher geht auch, dass sich immer mehr Kinder Bekleidung wünschen. „Und zwar wirklich Grundlegendes wie Schuhe oder eine warme Jacke – das hat uns betroffen gemacht“, sagt Werner Albrecht. Besonders gerührt war das Team von einem sehr bescheidenen Wunsch: Ein fünfjähriges Mädchen wünschte sich „eine große Tafel richtig gute Schokolade“.

197 Wünsche wurden letztendlich von Bürgern erfüllt, weitere 40 Wünsche von dem Aktionsteam erfüllt. Dies war mit eigens dafür gesammelten Spendengeldern möglich. Die erfüllten Wünsche entsprechen einem Gesamtwert von mehr als 7.000 Euro€. Das Geldspendenaufkommen allerdings war geringer als im Vorjahr, bilanziert Albrecht: „Wir mussten mehr Wünsche erfüllen, zugleich ist weniger Geld gespendet worden. Zum Glück hatten wir noch ein Polster aus dem vergangenen Jahr.“ Das Geld, betont er, werde ausschließlich für die Geschenke verwendet. „Die organisatorischen Kosten trägt das GWMF.“

Mehr Kinder betroffen

Es sei beeindruckend, wie viele Wardenburger Bürger und Bürgerinnen wieder ein Herz für Kinder in schwierigen Lebenssituationen der eigenen Gemeinde gezeigt und sich an der Wunschbaumaktion beteiligt haben, betont das Aktionsteam.

Jetzt kann die Bescherung losgehen: Seit Montag warten 237 liebevoll verpackte Geschenkpakete im Ratssaal des Rathauses auf die Kinder.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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