Wardenburg Wenn es gelingt, dieses Projekt umzusetzen, dann hätte es wohl bundesweiten Modellcharakter. Denn eine App, mit der sich Bürger, Rathaus, Vereine und Gewerbe in einer Gemeinde miteinander vernetzen und interaktiv kommunizieren können, wäre wohl einmalig. Voraussetzung dafür, dass eine solche Einrichtung funktioniert: Möglichst alle müssen mitmachen.

Das wurde auf der Informationsveranstaltung mehrfach betont, zu der Bürgermeisterin Martina Noske und die Arbeitsgruppe Zukunft des Gemeinde Wardenburg Marketingforums (GWMF) am Montagabend eingeladen hatten. Rund 50 Interessierte waren dazu ins Rathaus gekommen. 

Die digitale Welt für sich zum Vorteil nutzen, das verfolgt die Gemeinde mit einer WardenburgApp: vom Terminkalender über Vereinsinformationen und Nachbarschaftshilfe bis hin zu Terminvereinbarungen oder Warenbestellungen. Werner Albrecht von der AG Zukunft stellte die vielfachen Möglichkeiten einer solchen App vor.

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Bei der Umsetzung dieser Gemeinde-App soll ein Software-Unternehmen helfen. Die Wardenburger Firma „Satelles“ hat dazu ihre Dienste angeboten. Angedacht ist, dass die App über Smartphone, Tablet und Computer abrufbar ist. Gefragt seien alle beteiligten Partner, da diese für die Inhalte selbst sorgen müssten, machte Werner Albrecht deutlich.

Bei den Teilnehmern der Info-Veranstaltung taten sich aber auch etliche Fragen auf: Wer ist für die Inhalte verantwortlich, wie viel kostet die Vereine eine Teilnahme und wann kann die App starten? Auf längst nicht alle Fragen hatte Albrecht eine Antwort. „Aus diesem Grund wollen wir eine Projektgruppe gründen“, kündigte Martina Noske an.

Doch es gab auch Zweifler: „Der einfache Familienkalender hat in Wardenburg schon nicht funktioniert“, erinnerte Karl-Heinz Kleimann (umtref). Zudem hatte er Bedenken, dass „dieses riesige Gebilde uns erschlagen wird“. Für Uta Grundmann-Abonyi allerdings war eindeutig klar: „Das ist Zukunft“. „Es stellt sich nicht die Frage, ob, sondern wie die App umgesetzt wird“, meinte auch Oliver Bremer.

Die App so schnell als möglich an den Start zu bringen, ist Werner Albrechts Intention: „Wenn wir damit erst zwei bis drei Jahre warten und alles zerreden, dann klappt das nicht. Wir wollen versuchen, die App in der ersten Hälfte 2018 ans Laufen zu bringen.“ Albrecht wird die neue Arbeitsgruppe, für die sich am Montagabend zwölf Personen spontan eingetragen haben, leiten. Ihr erstes Treffen ist am 4. Dezember.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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