Wardenburg Wie geht die Gemeinde in Zeiten der Beitragsbefreiung für Kita-Plätze mit der bisherigen Regelung der Geschwister-Ermäßigung um? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag. Angefacht worden war die Diskussion durch die E-Mail einer Wardenburger Mutter dreier Kinder an die Verwaltung. Nach alter Regelung wäre das dritte Kind beitragsfrei betreut worden. Nachdem seit dem 1. August jedoch Kita-Plätze bis zu acht Stunden generell für die Eltern kostenlos sind, sollte die Familie nun für das dritte Kind – das in der nicht kostenfreien Krippe betreut wird – 181 Euro bezahlen. Die Familie habe sich auf die Beitragsfreiheit verlassen. Die 181 Euro bedeuteten einen „großen Einschnitt“, so die Mutter. Auch in der Bürgerfragestunde nutzte sie die Gelegenheit, ihre Situation noch einmal darzustellen.

Die ursprüngliche Regelung habe das Ziel gehabt, Eltern mit Kindern finanziell zu entlasten, erklärte Bürgermeisterin Martina Noske. „Da keine Kita-Gebühren von den Eltern mehr erhoben werden, entfällt diese Grundlage“, machte sie deutlich. Derzeit müssen nur für Krippen- und Hortplätze Elternbeiträge gezahlt werden.

Für die CDU sprach sich Armin Köpke dafür aus, die bisher geltende Berechnungsform beizubehalten. Schließlich sollten Eltern durch die neue Regelung entlastet werden. „Dann sollten sie auch beim dritten Kind nicht zusätzlich belastet werden“, meinte er. Dem hielt Bürgermeisterin Noske entgegen, eine solche Regelung bedeute weitere Defizite im Haushalt. Frank Freese (FDP) plädierte dafür, den Sachverhalt noch einmal in den Fraktionen zu besprechen. „Es kann ja nicht sein, dass Eltern in Einzelfällen mehr bezahlen müssen als vorher.“ Der Tagesordnungspunkt ist nun in den Sozialausschuss zurück überwiesen worden.

Das Thema Kita beschäftigte den Rat auch in einem weiteren Tagesordnungspunkt: Die Erweiterung der Kindertagesstätte Achternmeer wird zunächst weiter verfolgt. Grünes Licht für den Bau gab der Rat noch nicht. Im jüngsten Ausschuss für Jugend und Soziales Ende August hatte das Architekturbüro Droste, Droste & Urban die Baupläne vorgestellt. Über die Baukosten war in der Sitzung nicht gesprochen worden, diese Zahlen waren von mehreren Ausschussmitgliedern angemahnt worden. Vorgesehen ist, Anfang 2019 mit dem Bau zu beginnen. In dem Anbau sollen ein Bewegungsraum und eine weitere Kita-Gruppe untergebracht werden. Insgesamt beziffert das Architekturbüro die Baukosten auf etwa 1,5 Millionen Euro.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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