Wardenburg Der Finanzausschuss hat sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig für die von der Verwaltung ausgearbeitete Entgeltordnung in der Lehrschwimmhalle ausgesprochen. Die Kalkulation orientiert sich an den ermäßigten Eintrittsgeldern des Hallenbads. Im Raum steht ein Eintrittspreis von 1,50 Euro pro Stunde und Nutzer. Zum Vergleich: Eine 25er-Karte im Hallenbad kostet ermäßigt 30 Euro, regulär 60 Euro. Dies ergibt einen ermäßigten Preis von 1,20 Euro und 2,40 Euro für Vollzahler.

Belastung zu hoch

Walter Kühn von der Behindertensportgruppe (BSG) nutzte die Einwohnerfragestunde im Ausschuss, um noch einmal deutlich zu machen, dass dies für viele der BSG-Mitglieder eine zu hohe finanzielle Belastung darstelle. Auch bei den anderen Vereinen herrsche Unmut, sagte er und bedauerte, dass nicht mehr Vereinsvertreter die Fragestunde in der öffentlichen Sitzung nutzten.

„Wir waren uns einig, dass die Nutzung des neuen Lehrschwimmbeckens außerhalb der Schulzeiten kostenpflichtig sein muss“, betonte Wolfgang Depken (Grüne) in der anschließenden Aussprache zu diesem Tagesordnungspunkt. „Das ist tragbar für die Menschen, die es nutzen.“ Josef Wunram (CDU) gab zu bedenken, dass der kostenintensive Hubboden schließlich für den Reha-Sport und nicht etwa für den Schwimmunterricht der Grundschulkinder installiert worden sei. Er kritisierte jedoch, dass es keine Alternativvorschläge zur Berechnung des Entgeltes gebe, sondern nur eine Berechnungsgrundlage – eben jene auf Basis der Hallenbad-Eintrittspreise. Jörg Brandes (CDU) erinnerte daran, dass der Tagesordnungspunkt auf Bestreben der FWG schon einmal zurückgestellt worden sei. „Seitdem haben sich offensichtlich keine neuen Erkenntnisse ergeben.“

Sechs Vereine und Gruppen nutzen die Lehrschwimmhalle regelmäßig. Mit 15,5 Wochenstunden ist die BSG am häufigsten in der Lehrschwimmhalle, entsprechend kommt auf den Verein die größte Summe zu: Mit knapp 350 Euro pro Woche kalkuliert die Verwaltung derzeit für die BSG.

Schwierig zu kalkulieren

Den zweithöchsten Betrag hat mit 180 Euro pro Woche für acht Wochenstunden der Judo-Club Achternmeer Hundsmühlen (JCAH) zu tragen. Im Gespräch mit der NWZ bestätigt Günter Schröder, 1. Vorsitzender des JCAH, dass auch sein Verein nicht glücklich sei mit der neuen Entgeltordnung – auch die Basis von 15 Nutzern pro Stunde hält er für nicht realistisch. „Das ist die obere Teilnehmergrenze für diese Kurse – meistens sind es aber weniger.“

„Wir sehen ein, dass die Kosten zum Teil auf die Vereine übertragen werden, halten die Beträge aber für etwas zu hoch“, so Schröder – auch deshalb, weil anders als im Hallenbad beispielsweise keine Lohnkosten für eine Badeaufsicht anfielen. „Das leisten unsere Übungsleiter selbst“, erklärt er. Die Kalkulation für die Vereine sei zudem dadurch erschwert, dass es noch keinen Ratsbeschluss gebe, die Beiträge aber rückwirkend ab April zu zahlen seien. „Das macht es den Vereinen schwer, die Kursbeiträge festzulegen“, sagt Schröder. Ohne leichte Erhöhung der bisherigen Kosten gehe es aber auf keinen Fall, ist er sicher.

Der Rat wird am 21. Juni über den Entwurf der vorliegenden Entgeltordnung abstimmen.

Anke Brockmeyer Redakteurin / Reportage-Redaktion
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