Wardenburg Vor knapp einem Jahr hatte der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau betont, 1,6 Millionen Euro seien „die absolute Obergrenze“ für eine Rathaus-Sanierung. Jetzt stellte Daniel Kahnert vom Oldenburger Architekturbüro MRO die neuen Pläne vor und bezifferte auch die Kosten: Knapp 3,5 Millionen Euro würde ein Neubau an der Stelle des jetzigen Traktes aus den 1960er Jahren kosten.

Ende August 2017 hatten Kahnert und sein Kollege Bernd von Sass im Bauausschuss zu bedenken gegeben, dass im Zuge der Rathaus-Erweiterung ein Abriss des Traktes von 1965 sinnvoll sein könne. Dem folgten die Ausschussmitglieder. Jetzt präsentierte Kahnert einen entsprechend aktualisierten Entwurf im Bauausschuss. Insgesamt standen die Fraktionen diesem Vorschlag offen gegenüber, allerdings konnte die Verwaltung Fragen zu Kosten der Vorarbeiten nicht beantworten: Während der Bauzeit von rund einem Jahr müssten einige Mitarbeiter in ein Ausweichquartier – etwa Container – umziehen. Auch die Abrisskosten konnten seitens der Verwaltung noch nicht beziffert werden.

„Wir haben zu wenige Daten, um heute eine Entscheidung treffen zu können“, mahnte deshalb auch Malte Schröder (CDU) an. Kora Heißenberg (FDP) wollte sich ebenfalls nicht zur Eile drängen lassen: „Wir sehen diese Entwürfe heute zum ersten Mal – da ist es wohl legitim, noch darüber nachzudenken.“ Gegen eine „ad hoc-Politik“, sprach sich auch Eckhardt Hildebrandt (FWG) aus. Armin Köpke (CDU) beantragte eine Zurückstellung, die jedoch keine Mehrheit fand. „Uns läuft die Zeit davon“, plädierte Bürgermeisterin Martina Noske für eine schnelle Entscheidung.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Letztendlich einigte man sich darauf, im Bauausschuss zuzustimmen, im Rat aber – mit den dann vorliegenden Zahlen – noch einmal intensiv zu beraten. Dass sich für diesen Kompromiss eine, wenn auch äußerst knappe, Mehrheit fand, lag auch daran, dass sich der Großteil der Mitglieder im Bauausschuss tendenziell für den Abriss des Altbaus und einen Erweiterungsbau ausspricht.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.