Wardenburg Jugend- und Seniorenarbeit künftig unter einem Dach vereinen – diese Idee steckt hinter dem neuen Projekt „Bürgerhaus“, das die Gemeinde Wardenburg möglichst zügig umsetzen möchte. Über die konzeptionelle Grundidee diskutierte der Jugend- und Sozialausschuss auf seiner jüngsten Sitzung.

Danach wird das Bürgerhaus, das am Hallenbad eingerichtet werden soll, verschiedene Aufgaben erfüllen: Es soll als generationsübergreifender und barrierefreier Veranstaltungs- und Begegnungsort dienen, es soll ein interkultureller Treffpunkt sein ebenso wie ein Standort fürs Jugendzentrum und die Seniorenarbeit, da der Seniorentreff am Brooklandsweg bald nicht mehr zur Verfügung steht (NWZ berichtete).

„Jugendliche und Senioren – wie passt das zusammen? Kann das gehen?“, fragte Ausschussvorsitzende Gunda Döbken (CDU) mit einer gewissen Skepsis. Der Bedarf an generationsübergreifenden Angeboten sei da, das habe der Bürgerprozess „Wardenburg im Jahr 2050“ gezeigt, meinte Jugendpflegerin Ines Geercken. Außerdem sei genügend Platz vorhanden, um Jugend und Senioren auch eigene Räume zu überlassen.

Mit der Grundidee eines Bürgerhauses konnten sich alle Fraktionen anfreunden, jedoch bereitete der CDU der Standort Probleme: „Das Konzept ist top, aber für mich ist der Standort daneben“, gab Josef Wunram (CDU) unumwunden zu, der einen zentraleren Standort bevorzugen würde. „Egal, wo man das Bürgerhaus hinsetzt, für irgend jemanden ist es immer weit“, entgegnete Heidi Krüder (SPD).

Veronika Hillenstedt von der Grünen hielt den Standort sogar für besonders sinnvoll, weil in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schule, Sportplatz, Hallenbad, Sportvereinen und Skaterbahn Synergieeffekte genutzt werden könnten. In zentraler Lage, so warf Kora Heißenberg (FDP) ein, sei sogar das Parkplatzproblem größer. Immerhin gebe es am Bad eine Busanbindung. „Wenn die Senioren irgendwas wollen, dann finden sie auch Mittel dahinzukommen“, so die Erfahrung des beratenden Ausschussmitgliedes Klaus Schöttke.

Als Alternativstandort brachte Armin Köpke (CDU) das ehemalige Jugendzen­trum auf dem zentraler gelegenen Marktplatz ins Spiel: „Wenn es nicht zum Verkauf des Marktplatzes kommt, sollte man noch mal über den Standort am Hallenbad nachdenken.“ Bei der Abstimmung über die Konzeption für das Bürgerhaus fand sich eine Mehrheit bei drei Enthaltungen aus der CDU.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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