Landkreis /Ganderkesee Keine Woche ist es her, da klangen die Nachrichten dramatisch: 300 Flüchtlinge aus dem Kontingent des Landes müsse der Landkreis binnen sechs Tagen aufnehmen. Doch von den mehr als 200 Personen, die am Freitag und Montag mit vier Bussen nach Wildeshausen kamen, sind nur noch 149 da. Die anderen haben sich auf die Weiterreise zu Verwandten begeben.

„Wir schaffen das“

Vor diesem Hintergrund wird am Donnerstag keine weitere Halle mit Flüchtlingen belegt. „Wir schaffen das auch mit den beiden bestehenden Notunterkünften“, sagt Landkreis-Sprecher Oliver Galeotti. Wie berichtet, wurden die Neuankömmlinge in Wildeshausen in der Sporthalle des Gymnasiums und in der Widukindhalle der Berufsbildenden Schulen einquartiert.

Logistisch sei die Zwei-Hallen-Situation ohnehin die einfachste Lösung. Denn dort können die Malteser die Versorgung zentral organisieren. Außerdem hat der Landkreis am Gymnasium eine Erstaufnahme eingerichtet. Hintergrund: Die Flüchtlinge sind ohne vorherige Registrierung per Bus nach Wildeshausen gebracht worden. Auch eine medizinische Untersuchung hat es nach dem Grenzübertritt in Bayern nicht gegeben.

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Wie es für die Flüchtlinge, aber auch den Landkreis weiter geht, ist derzeit eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Das Hilfeersuchen des Landes gilt zunächst für vier Wochen. Wie berichtet, hat der Landkreis bis Ende August 746 Flüchtlinge aufgenommen. Bis Januar folgen nach der immer noch gültigen Quote nach und nach 711 weitere Personen sowie 48 unbegleitete Jugendliche.

Knapp 200 Flüchtlinge aus diesem Kontingent entfallen auf die Gemeinde Ganderkesee. 75 Personen sollen in der geplanten Mobilunterkunft im Stadion am Habbrügger Weg unterkommen. Weiter wird aber auch nach privatem Wohnraum gesucht.

„Kein Kommentar“

Am Dienstag hat es erneut ein Gespräch zwischen Gemeinde, Landkreis und Berufsförderungswerk Bookholzberg wegen der Nutzung des Hauses Cristina in Rethorn als Sammelunterkunft gegeben. Über Verlauf und Ergebnisse wollten sich Kreis und Gemeinde gegenüber der NWZ  nicht äußern. Auch zur möglichen Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Dorfkrug (Logemann) in Schönemoor hüllt sich der Landkreis in Schweigen. Dass die Absicht bestehe, wurde von Galeotti aber bestätigt.

Immer noch aufrecht hält zudem die Viasol gGmbH ihr Angebot, im Jugendhof Steinkimmen bis zu 100 Flüchtlinge aufzunehmen. Doch auch hier heißt es von Viasol-Geschäftsführerin Kerstin Lehmann zurzeit nur: „Kein Kommentar!“

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