Stenum Neue Chance für einen alten Wunsch: Die Untertunnelung des Bahnübergangs im Zuge der Bahnhofstraße in Schierbrok rückt wieder ins Blickfeld der Politik. Zunächst mal solle aber ein Meinungsbild der Bürger vor Ort eingeholt werden, riet Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas am Dienstagabend dem Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum auf dessen Jahreshauptversammlung im Hotel Backenköhler.

Vor Jahren schon wurde ein kreuzungsfreier Umbau des Bahnübergangs von verschiedenen Seiten gefordert – zuletzt hatte Otto Sackmann (UWG) im Sommer 2014 Vorstöße auf Kreis- und Gemeindeebene unternommen. Bisher scheuten Politik und Verwaltung sich aber, das Projekt voranzutreiben: Denn solange der Lückenschluss der B 212neu und damit auch eine mögliche Westumfahrung von Delmenhorst im Raum standen, wollte die Gemeinde Ganderkesee auf keinen Fall mit einem fertigen Bahntunnel in Schierbrok praktisch eine Steilvorlage für eine Umgehungsstraße liefern.

Nachdem die B 212neu mit ihren Folgewirkungen jetzt aber im neuen Bundesverkehrswegeplan nicht mehr als vordringlich eingestuft wird (die NWZ  berichtete) und damit zunächst einmal auf die lange Bank geschoben scheint, sieht nicht nur Ganderkesees Bürgermeisterin eine neue Perspektive für eine Bahnunterführung. Auch Orts- und Heimatvereins-Vorsitzender Hans-Jürgen Hespe möchte nun „die Politik für dieses Thema wachrütteln.“

Aber auch andere Verkehrsthemen beschäftigten die Versammlung am Dienstag. Zum Ausbau der in Schierbrok und Stenum noch zahlreichen unbefestigten Wohnstraßen stellte Gerken-Klaas klar, dass dies von den Anliegern auch gewollt – und bezahlt – werden müsse. Die Gemeinde wolle nicht erneut Geld und Zeit in eine Planung investieren, die dann von den Betroffenen abgelehnt werde. Aber wenn ein Wegeausbau von den Anliegern gewünscht werde, dann, so Gerken-Klaas, „kriegen wir das auch hin.“

Zurückhaltend gab sich die Bürgermeisterin hingegen bei erneuten Forderungen, die beiden Tempo-30-Zonen auf dem Trendelbuscher Weg zusammenzulegen. Weitergeben wollte sie aber Wünsche nach einem häufigeren Einsatz der Tempo-Anzeige und auch verstärkten Geschwindigkeitsmessungen am Trendelbuscher Weg. Denn, so ein Vereinsmitglied, „die Raserei hört da nicht auf!“

Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden Vereinsvorsitzender Hespe sowie seine Stellvertreter Fritz Gillerke jun. und Bernd-Dieter Alfs. Auch Schriftführerin Heidemarie Broda und Kassenwart Helmut Kühling wurden wiedergewählt.

Bewährt hat sich im Orts- und Heimatverein die Gründung eines Veranstaltungsteams: Unter Leitung von Heike Klattenhoff seien viele neue Ideen entwickelt worden, lobte Hespe. „Die Arbeit kann aber nur belohnt werden, wenn auch viele an den Veranstaltungen teilnehmen“. Nächste Gelegenheit ist am Mittwoch, 13. April: Ab 19 Uhr wird Rechtsanwältin und Notarin Angelika Daalmann im Hotel Backenköhler zum Thema Erbrecht referieren.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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