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Corona-Liveblog für den Nordwesten
Griechenland und fast ganz Frankreich nicht mehr auf Risikoliste

Landkreis /Ganderkesee Die Zahl der Wortbeiträge in der letzten Sitzung des Kreistages vor der Sommerpause hielt sich in Grenzen. Dabei galt es doch, eine neue, gut 30 000 Euro teure Mikrofonanlage zu testen. Also bat Kreistagsvorsitzender Helmut Hinrichs (SPD) am Ende seine Kollegen um eine Sprechprobe: „Ich habe heute zum ersten Mal alles gehört“, lobte Otto Sackmann (UWG) aus Bookholzberg die neue Technik.

Neu im Kreis der 47 Abgeordneten ist Ada Heptner (SPD) aus Wardenburg. Sie trat am Dienstag die Nachfolge von Thorsten Schmidtke an, der nach der Wahl zum Bürgermeister in Großenkneten auf sein Mandat verzichtet hat. „Behalten Sie dieses gute Klima bei“, gab Schmidt dem Kreistag auf den Weg.

Für eine Amtszeit von drei Jahren wurden Angela Hillen (Falkenburg) und Anne Schrader (Oldenburg) zu ehrenamtlichen Plattdeutsch-Beauftragten des Landkreises bestellt. Schrader (55), im Hauptberuf Verwaltungsangestellte an der Waldschule in Sandkrug, folgt Detmar Dirks, der das Amt aus persönlichen Gründen abgab. Hillen war bereits seit 2010 tätig. „Wieder zwei Damen als Motor“, würdigte Landrat Frank Eger das Engagement. Christa Plate (CDU) wies darauf hin, dass die niederdeutsche Sprache in vielen Bereichen – etwa in der Altenpflege – als Türöffner gelte. Der Aufkleber „Ick snack platt“ an Verwaltungstüren komme bei den Bürgern an.

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Als Nachfolgerin von Ulrich Zeigermann wählte der Kreistag Forstdirektorin Regina Dörrie in den Jagdbeirat. Das Kreismedienzentrum leitet künftig Lehrer Eyk Franz von der Waldschule Hatten. Er folgt Lehrer Wolfgang Böckmann, der in die Altersteilzeit wechselte.

Einstimmig votierte der Kreistag für eine Entflechtung der Finanzbeziehungen zwischen Kreis und Gemeinden. So zahlt der Landkreis wieder die Beiträge zur Feuerwehrunfallkasse, die zuletzt bei 144 180 Euro lagen. Allgemeine Erträge der Werkstatt der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) werden pauschal berechnet. Im Gegenzeug verzichten die Gemeinden darauf, bestimmte Leistungen – etwa die Wartung von Bushaltehäuschen – in Rechnung zustellen.

Eger wies darauf hin, dass einige Gemeinden über ihren Schatten gesprungen seien, um die Lösung zu ermöglichen. Es könnte der Beginn einer weiteren Entbürokratisierung sein. CDU-Fraktionschef Herwig Wöbse sagte, die Regelung sei sinnvoll. Oft sei der Verwaltungsaufwand höher als die Summe, die bewegt würde. Als „großen Schritt“ würdigte Franz Duin (SPD) die Einigung über die Finanztransfers. Das mache „Lust auf ein Miteinander“ in anderen Bereichen – etwa bei gemeinsamen Gewerbegebieten.

Mit deutlichen Worten ging Eger am Ende der Sitzung auf ein anonymes Schreiben zur Arbeit von Kreisbrandmeister Andreas Tangemann ein. Die Vorwürfe seien „völlig haltlos“. Tangemann genieße sein „uneingeschränktes Vertrauen“. Das war auch ohne Mikro deutlich zu verstehen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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