Wildeshausen Nach dem Willen der SPD-Fraktion im Rat soll die Stadt Wildeshausen die Hunteschule (Förderschule) an der Heemstraße vom Landkreis zurückkaufen. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD beim Bürgermeister gestellt. Der soll mit dem Kreis über eine Rückübertragung zum Schuljahr 2016/ 2017 verhandeln. Einen ähnlichen Antrag gibt es von der CDU-Fraktion.

Nach Darstellung der SPD bestehe mit Schuljahresbeginn 2016/2017 für die Wallschule (Grundschule) Handlungsbedarf für die Einrichtung von neuen Klassenräumen, da durch den zusätzlichen Zuzug von rumänischen und bulgarischen Familien mit Kindern sowie durch die Einschulung von Kindern der Asylbewerber die vorhandene Raumkapazität nicht ausreichend sei. Der Neubau einer zweizügigen Grundschule beziehungsweise der Anbau an der Wallschule sei in der Kürze der Zeit nicht möglich.

Hartmut Frerichs (SPD) verweist dabei auf den Beschluss des Landes, dass die Hunteschule aufgelöst wird. So könnte die Wallschule an Hunteschule freie Räume nutzen, um keine weiteren Container aufstellen zu müssen.

Wie der Schulamtsleiter des Landkreises, Maik Ehlers, gegenüber der NWZ  erklärte, gibt es aber derzeit keine freien Räume. Im Gegenteil: Die Hunteschule müsse auf ihren Werkraum verzichten, weil der in Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen in der Sporthalle benötigt werde.

Grundsätzlich sei es richtig, dass die Hunteschule mit derzeit 60 Jungen und Mädchen in den Jahrgängen fünf bis neun in den nächsten Jahren Stück für Stück an Klassen verlieren werde. Ab dem Schuljahr 2017/2018 würden in der Förderschule keine Kinder mehr in Klasse fünf eingeschult, so dass die Hunteschule jedes Jahr eine Klasse verlieren werde.

Nach Angaben von Frerichs hatten Landkreis und Stadt im Jahr 2003 vereinbart, dass jede Partei berechtigt sei, vom Kaufvertrag zurückzutreten, sollte das Grundstück vom Landkreis nicht mehr für Schulzwecke benötigt werden. Der Kaufpreis belaufe sich auf 500 000 Euro.

Auch die CDU-Ratsfraktion hat die angespannte Raumsituation der Grundschulen vor Augen und sieht sie ob des Zuzuges von Flüchtlingen und EU-Bürger noch größer werden. Daher kann sich die CDU ebenfalls vorstellen, die Hunteschule zurückzunehmen. Die Stadtverwaltung soll mit der Kreisverwaltung Gespräche führen und klären, ob sie kurzfristig als Lernstandort für die Stadt infrage kommt.

Gleichwohl hält die CDU an ihren Plänen zum Neubau einer zweizügigen Grundschule beziehungsweise Umbau eines bestehenden Gebäudes fest. Dafür soll Geld in den Haushalt 2016 eingestellt werden. „Die Beschulung der Schüler in Containerklassen, die Umwidmung dringend benötigter Fachräume zu allgemeinen Unterrichtsräumen, die bisher nicht erfolgte Weiterentwicklung zu Ganztagsschulen und inklusiven Schulen sowie nicht zuletzt die bauliche Entwicklung im Gebiet der Stem zeigen auf, dass im Primarbereich weitere Räumlichkeiten dringend benötigt werden“, erklärt Günter Lübke (CDU).

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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