Wüsting /Grummersort Er würde Kinder im Grundschulalter auch nicht auf diesem Weg ohne Begleitung mit dem Rad zur Schule fahren lassen. Das sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew am Dienstagmorgen bei einem Ortstermin. Auch Jürgen Baltrock von der Huder Polizei sieht an der Kreuzung Schottweg/Freiherr-von-Münnich-Straße in Wüsting-Grummersort „eine ganz unglückliche Situation“. Es sei kein sicherer Übergang möglich. Auch von polizeilicher Seite werde Handlungsbedarf gesehen, wobei baulich kaum Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden seien.

Wie die NWZ  berichtete, kämpfen Eltern aus Grummersort vergeblich darum, dass ihre Kinder auf dem Weg zur Grundschule den Bus nehmen dürfen und der Landkreis die Kosten im Zuge des Schülertransports trägt. Der Bus wäre eine Möglichkeit, die auch der Bürgermeister und die Polizei sehen, um die Kinder geringeren Gefahren auszusetzen.

Das Kreis-Schulamt jedoch verweigert den kostenlosen Schülertransport, weil die Zwei-Kilometer-Grenze nicht ganz erreicht wird. Gegen Bezahlung könnten betroffene Eltern ihre Kinder mit dem Bus schicken. Das aber sehen diese wiederum nicht ein, weil es zum Beispiel auch in Wüsting schon einen anderen Fall mit dem dortigen Bahnübergang gibt, wo Kinder, die weniger als zwei Kilometer Schulweg haben, trotzdem eine Fahrkarte bekommen.

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Betroffene Grummersorter Eltern wollen das auch für ihre Kinder. Am Dienstag machten sie ihrem Unmut noch einmal Luft. Der Schottweg als Zufahrt zum Gewerbegebiet Auf der Striepe, ohne Rad- und Fußweg. Die Kreuzung der Freiherr-von-Münnnich-Straße/Schottweg mit dem Bahnübergang – „das ist hier viel zu gefährlich“, so Sandra Wenke. Dass noch nichts passiert sei, liege daran, dass Eltern die Grundschüler auf ihrem gefährlichen Weg begleiteten. Die Situation ist nicht neu. Der Verkehr hat aber weiter zugenommen. Die Schranken sind immer öfter unten.

Die Schranken sind der einzige Aspekt, der für Kreis-Schulamtsleiter Maik Ehlers eventuell zählen könnte, um eine Ausnahme zu machen.

Ehlers machte deutlich, dass eben nicht nur die Situation in Grummersort von seiner Behörde betrachtet werden müsse, sondern auch der Vergleich zu ähnlichen Situationen in anderen Orten eine Rolle spiele. Es gebe nun mal eine Mindestgrenze für die Schülerbeförderung.

Der Kreis will offenbar keinen Präzedenzfall schaffen, denn der Schülertransport kostet viel Geld.

Gleichwohl versprach Ehlers, das Thema Grummersort jetzt noch einmal – mit Blick auf die Situation am Bahnübergang – mit dem Landrat zu besprechen, der darüber zu entscheiden habe, ob aus örtlicher Sicht ein gefährlicher Schulweg eine Ausnahmeregelung auch in diesem Fall ermögliche.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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