Betrifft: „Verwaltung soll mit den Anliegern sprechen“ (NWZ vom 23. März)

Das also steht uns bevor, ein Frontalangriff auf ein landschaftlich schönes Stück unseres Luftkurortes. Eine einflussreiche Gruppe sehr finanzstarker Wildeshauser versucht, über Politiker und Verwaltung massiv Einfluss zu nehmen.

Das war ganz anders geplant. Diesen Bürgern war durch den gültigen B-Plan ein Pflanzgebot auferlegt worden: Ihre Neubauten sollten nicht zu sehr in die Landschaft wirken. Nun drehen sie widerrechtlich den Spieß um; die Bürger stören hier.

Lange Zeit hat die Stadt den Weg an dieser Abbruchkante regelmäßig geschlegelt; ein Padweg – deutliches Zeichen für ein Bürgerinteresse an dieser Lage – konnte sich bilden, vergleichbar dem wunderschönen Schlangenweg von der Pestruper Straße zur Hunte runter.

Zuletzt aber ließ man städtischerseits ein Stück nahe der Eichendorfstraße zuwuchern, vermutlich unterstützt von diesen Anliegern? Bewusst abgesägtes Buschwerk sperrt zusätzlich den Padweg.

Und die Politik? Sie versucht jene Neubürger, die klammheimlich versucht hatten, den verbliebenen Grüngürtel an der Abbruchkante sogar zu kaufen, vor uns Bürgern zu schützen. (...)

Das Pflanzgebot ist noch immer rechtlich bindend. Daran kann auch ein Herr Sasse (CDU-Ratsherr; Anmerkung der Redaktion) nicht rütteln. Auch die Verwaltung wird hier nicht mit einem Federstrich neue Fakten für eine wirtschaftlich starke Kleinstgruppe schaffen können.

Die Interessengemeinschaft „Lebenswerte Wohngebiete“ wird den Padweg thematisieren. Wo Wildeshausen besonders schön ist, das müssen auch künftig alle Bürger der Stadt erleben dürfen. Wir leben auch an der Hunte nicht in einer Plutokratie (Herrschaft der wirtschaftlich Starken), sondern immer noch in einer Demokratie – wo rechtsgültige B-Pläne eingehalten werden müssen.

Annegret und Leo Kurth Wildeshausen

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