Sandkrug Der Umbau des Sandkruger Feuerwehrhauses zu einem Haus der Vereine ist „absolut förderfähig“. Diese Nachricht hat die Kommune rechtzeitig vom Amt für regionale Landesentwicklung erhalten. Dennoch ist der Stichtag, 15. September, verstrichen, die nächste Chance auf Fördergelder besteht erst in einem Jahr.

Der Grund: Im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss kam es zum Stimmenpatt, weil, wie die NWZ jetzt erfuhr, ein Vertreter der Grünen ersatzlos fehlte. So reichten die Ja-Stimmen der drei SPD-Vertreter und des Bürgermeisters nicht für eine Mehrheit aus.

Vonseiten der SPD wird in diesem Zusammenhang speziell das Verhalten der FDP kritisiert. Die habe trotz eines einstimmigen Votums im vorgelagerten Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt und der Stimmung in den Vereinen die Chance zur Blockade genutzt. „Dabei ging es noch gar nicht um ein konkretes Nutzungskonzept, sondern nur das rechtzeitige Sichern von Fördergeldern“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Hollmann. Sein Vorwurf: Vier Nicht-Sandkruger hätten den Antrag gekippt.

FDP-Ratsherr und Kreisverbandsvorsitzender Stephan Möller weist das zurück. „Wir hätten so bei jedem Stimmverhältnis verfahren“, betont er. Der im Verwaltungsausschuss vorgelegte Plan sei „mit heißer Nadel gestrickt“ gewesen, lautet seine Begründung. Kein Haus der Vereine, sondern eher ein „Geschäftsstellensammelsurium“ habe man darin erkennen können, moniert der Kirchhatter. Die FDP sei für eine vernünftige Nachnutzung. Das bedeute aber, dass das Konzept nicht in erster Linie der Reha-Sportgemeinschaft entgegenkomme, so Möller.

CDU und FHL stimmten auch gegen den Beschlussvorschlag, aber die hatten sich bereits früher skeptisch gezeigt, weil weder Folgekosten noch organisatorische Fragen wirklich geklärt scheinen. Sinnvoll sei es, erst mal abzuwarten, wie es jetzt mit Sportplatz, -halle und Straßensanierung in Sandkrug weitergehe, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Schulze. Manfred Huck (FHL) betont, man habe die „Notbremse“ angesichts von 750 000 Euro Umbaukosten gezogen. Es sei zu prüfen, ob der Bauhof oder Gewerbe den Standort nicht besser nutzen könnten.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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