Sandhatten Der Wöschenweg, der von Sandhatten zur Sandkruger Straße führt, gehört zu insgesamt vier Straßen, für die die Gemeinde in diesem Jahr Fördergelder beim Land Niedersachsen beantragen will. Einstimmig, bei einer Enthaltung, hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt die Pläne der Verwaltung unterstützt, über ein Planungsbüro die Aufnahme in das mehrjährige Programm des Gemeindeverkehrsfinanzierungesetzes zu beantragen.

Absolute Priorität soll die Sanierung der Schultredde haben. Bei den beiden verbleibenden Straßen handelt es sich um den Schulweg (zwischen Zwenkauer Straße und Lüningsweg) und den Sandweg. Die FDP-Fraktion hatte erfolgreich dafür geworben, auch den Sandweg zwischen Hatterwüsting und Sandkruger Straße komplett für eine Fördermaßnahme zu berücksichtigen.

Für einen Ausbau sind allerdings Voraussetzungen zu erfüllen: eine Mindestbreite von 5,50 Meter (nach dem Ausbau), keine Tonnenbegrenzung und kein Tempo 30. Das war für die Fraktionen ein wichtiges Argument, um den ursprünglich ebenfalls vorgesehenen Fasanenweg (Hatterwüsting) aus der Liste herauszustreichen. Ein Ausbau auf 5,50 Meter Breite und damit auf volle zwei Spuren sei für diesen Weg nicht angemessen, warnte Johannes Große Beilage (Grüne). Stephan Möller (FDP) vertrat in diesem Zusammenhang die Ansicht, es fehle im Großraum Sandkrug ein Verkehrskonzept für die Gemeindestraßen – eine Behauptung, der Bürgermeister Christian Pundt mit Nachdruck widersprach. Im Gegenzug signalisierte der Verwaltungschef, er werde ein Verkehrskonzept für die Straßen im gesamten Gemeindegebiet befürworten.

Für die SPD machte Uwe Hollmann klar, dass die Schultredde für seine Fraktion die mit Abstand höchste Priorität besitzt. Petra Schütte-Lange (FDP) brachte den Imhagenweg und den Deepenweg ins Gespräch, allerdings ohne Erfolg. Trotz des einstimmigen Votums war am Ende nicht jeder zufrieden. Der Sandhatter Uwe Mahlstedt, der eine Initiative für den Bau eines Fuß-/Radwegs am Wöschenweg gestartet hat, zeigte sich enttäuscht. „Wir Bürger werden weitere 25 Jahre warten müssen, bis etwas passiert“, meinte er.

Mahlstedt will „auf jeden Fall dran bleiben“. Damit der Geh- und Radweg nicht wieder ins Hintertreffen gerate und um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, sollen weiter Unterschriften gesammelt werden. An folgenden Orten sind entsprechende Listen ausgelegt: in Sandhatten beim Clan B, in Kirchhatten bei Krankengymnastik Landspecht, im Raiffeisenmarkt, und im Rathaus (Information), in Sandkrug im Bürger- Servicebüro, bei Bruno (Bahnhofstr. 2), im Raiffeisenmarkt, in der Paperbox und der Gaststätte „Zum Pfefferkorn“.

Tatsache ist, dass für den Wöschenweg die Gemeinde erst einmal die notwendigen Flächen kaufen muss. Es sei noch zu klären, ob die Anlieger überhaupt bereit seien, etwas von ihrem Grund und Boden abzugeben, so der Bürgermeister. Ohne ein Planverfahren wird es die Nebenanlage nicht geben. Mindestens drei Jahre bis zum Bau werde das ganze Verfahren dauern, „wenn es denn mehrheitsfähig ist“.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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