Sage Dass im Bereich der Grundschule und des Kindergartens in Sage zu schnell gefahren wird, darüber sind sich wohl die meisten Sager und Eltern der beiden Einrichtungen einig. Ein Stimmungsbild wollte sich die Kommunale Alternative (KA) direkt vor Ort einholen. Carsten Grallert betonte, dass die KA zwar zurzeit keinen direkten Ratsvertreter in Sage habe, aber gerade deswegen wolle man sich nun einen Eindruck einholen.

„Für uns war wichtig zu erfahren, wie sehr sich Einzelne bereits darum bemüht haben, das Geschwindigkeitsniveau im Bereich der Grundschule und des Kindergartens zu senken. Verwunderlich war auch, mit welch teils harschen Reaktionen daraufhin von verschiedenen Ansprechpartnern der Behörden geantwortet wurde“, erklärte Grallert.

Erörtert wurde auch die Situation an der Einmündung Sager Straße (L 870)/Garreler Straße (L 871). Dort grenzt unmittelbar eine Fußgängerampel an. Wie Grallert betonte, hoben die Anlieger hervor, dass es hier regelmäßig zu Missachtungen des Rotlichts durch den Kraftfahrzeugverkehr kommen würde. Dort handelt es sich um eine sogenannte „Schlafampel“, die erst dann eingeschaltet wird, wenn eine Anforderung durch Knopfdrücken durch Fußgänger beziehungsweise Radfahrer erfolge. Ansonsten ist die Ampel aber ausgeschaltet, zeigt also auch kein grünes Signal. Das führt dazu, dass bei Einschaltung das Lichtsignal zu spät oder teils gar nicht wahrgenommen werde.

Als weiteres wichtiges Thema sah die KA, dass die Ortsdurchfahrt Sage im Verlaufe der L 870/Sager Straße von der Garreler Straße bis zur Einmündung „An den Höfen“ quasi durchgängig über Sperrflächen bzw. teils überdimensionierte Abbiegespuren verfügt. „Dies begünstigt die schnelle Durchfahrt, erschwert aber eine sichere Fahrbahnquerung“, hob Grallert hervor.

Besonders negativ wurde die Kreuzung Sager Straße (L 870)/Dorfkamp (L 871) und Im Sande bewertet: Diesen Bereich müssen Kinder queren, da dort eine (Schul-) Bushaltestelle liegt. Die angrenzende Tankstelle fahren Fahrzeuge von der Sager Straße quer über die Einmündung Im Sande an, teils mit recht hoher Geschwindigkeit.

Carsten Grallert: „Einhellig wurde festgestellt, dass ein Kreisverkehr dort die beste Lösung wäre. Er würde das Queren der Fahrbahnen in alle Richtungen erleichtern und sicherer machen, das Geschwindigkeitsniveau insgesamt senken und auch gestalterisch einen positiven Akzent setzen. Zudem würden die angrenzenden Abbiegespuren damit in Gänze entbehrlich sein, was weitere Möglichkeiten sichererer Gestaltung der Ortsdurchfahrt eröffnen würde.“

Ein Antrag zum Bau eines Kreisverkehrs werde in der kommenden Fraktionssitzung bereits behandelt, betonte Grallert. Außerdem will die KA-Fraktion das direkte Gespräch mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) als Straßenbaulastträger für eine temporeduzierte Umgestaltung der Ortseinfahrten suchen. Darüber hinaus soll die Einmündung Sager Straße/Garreler Straße thematisiert werden, um sie sicherer zu machen.

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