GANDERKESEE Viele Kriegsgräber seien noch immer verstreut. Diese sollen gefunden werden, damit die Angehörigen Gewissheit bekommen, erklärte Hans-Heinrich Hubmann, Vorsitzender der Ortsgruppe Ganderkesee im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). 17 Schüler der Bookholzberger Oberschule und etwa 60 Soldaten der Bundeswehr sammelten vom 14. bis 18. November Spenden dafür. Bei den fleißigsten Helfer bedankte sich Hubmann am Donnerstag im Oldenburger Hof.

Für ihr Engagement würdigte der Volksbundvorsitzende besonders die Achtklässlerinnen Tatjana Busch und Julia Dahlenburg sowie die Bundeswehrsoldaten Alexander Debus, Christopher Lee Williams und Philipp Thiessat.

Während die Soldaten im Ortskern und Südbereich sammelten, baten die Schüler die Bewohner im Nordbereich der Gemeinde Ganderkesee um Spenden. Nur drei Bezirke blieben unbesetzt.

Im Spendentopf landeten insgesamt etwa 4920 Euro. Die Spendenbereitschaft sei vor allem im ländlichen Bereich ungebrochen hoch, erklärte Stabsfeldwebel Hayo Hemjeoltmanns. Die Spenden dienen der Suche nach gefallenen Soldaten, um ihnen eine würdige Ruhestätte zu geben.

Neben der Bundeswehr arbeitet der Volksbund auch eng mit den Schulen zusammen. Die schulische und außerschulische Jugendarbeit sei ein wichtiger Pfeiler des Volksbundes, erklärte Hubmann und ergänzte, dass es seit etwa 20 Jahren die Kooperation mit den Schulen gebe. Auf die Bundeswehr habe sich der Volksbund seit jeher verlassen können.. „Uns ist das ein Anliegen“, fügte Hemjeoltmanns hinzu.

Die Sammelaktion gestaltet sich jedoch nicht immer einfach. „Es waren leider nicht alle nett. Manche haben auch die Tür zugeschlagen“, berichtete Tatjana, betone jedoch, dass der Großteil der angesprochenen Menschen sehr freundlich war.

Ähnliche Erfahrungen machten auch die Soldaten. Hauptgefreiter der Reserve Christopher Lee Williams traf in diesem Jahr eine ältere Dame wieder, bei der er auch im letzten Jahr um Spenden gebeten hatte. „Damals erzählte sie mir von ihrem im Krieg gefallenen Bruder, den sie suchte. Dieses Jahr berichtete sie mir davon, dass sein Grab gefunden worden ist. “

Christine Henze Volontärin / NWZ-Redaktion
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