Ahlhorn Eine Lösung für die zukünftige Verkehrssituation in Ahlhorn im Sinne der Bürger fordert der Bürgerverein Ahlhorn. Unterstrichen wurde diese Forderung bei der Mitgliederversammlung am Dienstagabend im „Alten Posthaus“ per Resolution. Dafür sprach sich auch Bürgermeister Thorsten Schmidtke aus, der als Ahlhorner auch Bürgervereinsmitglied ist.

„Wir als Bürger wollen, dass der Verkehr nicht in einem immer größer werdenden Umfang durch den Ort rollt“, betonte Vorsitzender Rolf Löschen. Er nannte die Zahl von bis zu 8000 prognostizierten Fahrten durch Ahlhorn. Dabei sei die Reizschwelle schon viel früher erreicht. Schmidtke sagte dazu, dass diese Zahl nur bei jedem genutzten Quadratmeter im Metropolpark anfallen könnte. „Als Ahlhorner bin ich selber daran interessiert, die Resolution zu begleiten und zu betreuen.“

Viele Vorhaben

Lang war die Liste der Ahlhorner Themen am Dienstag, so der Umbau des Kreisels, Ausbau- und Sanierung Visbeker Straße und Radweg, die Schulträgerschaft für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sowie die Planung einer Sporthalle in Ahlhorn. Schmidtke: Der Neubau einer Sporthalle sei die wirtschaftlichste Lösung. Möglicher Standort könnte eine Teilfläche im Bereich Westerholtkampweg/Zum Sportplatz sein.

Das Schießsportzentrum in Garlstorf bei Lüneburg will der Bürgerverein besuchen, um einen Eindruck von der tatsächlichen Lautstärke einer solchen Anlage im vollen Betrieb zu gewinnen. Entsprechend sollen Eingaben zum Lärmschutz für die genehmigte Ahlhorner Anlage gestellt werden.

Ehrungen nahm Vorsitzender Löschen vor. Wolfgang Schmidt hält seit 25 Jahren dem Bürgerverein die Treue, war 14 Jahre im Vorstand tätig. Davon acht Jahre (2000 bis 2008) als erster Vorsitzender.

Zuvor hatte Schmidtke in seinem Bericht die Eckdaten beschrieben. Er stellte drei Zeitmodule bei der Schaffung eines Baustoffumschlagzentrums im Metropolpark vor. Demnach würden in der Anlaufphase (2015-2017) mit Erstellung der Infrastruktur jährlich zwischen 50 000 und 200 000 Tonnen bewegt. In der zweiten Phase (2018-2021) würde der Ausbau und die Umschlagsleistung von 200 000 auf 350 000 Tonnen erhöht. Im dritten und letzten Zeitfenster (2022-2025) von 350 000 auf 500 000 Tonnen.

Die Antragsunterlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz liegen noch bis zum 15. April im Rathaus aus. Anregungen und Bedenken werden Ende Mai in einem Erörterungstermin besprochen.

Wie Schmidtke betonte, sei klar, dass angesichts einer 300 Hektar großen Gewerbe- und Industriefläche der Verkehr zunehmen werde. Das sei Verwaltung und Politik bewusst. Mehr Gewerbe bedeute aber auch mehr Steuereinnahmen. Ein Antrag der CDU-Fraktion für ein Verkehrskonzept in Ahlhorn soll in der nächsten Sitzung des Infrastrukturausschusses beraten werden. Aus der Versammlung dazu: Mit mehr Gewerbetreibenden würden auch mehr Arbeitsplätze kommen, das dürfe man nicht vergessen.

Bei den Vorstandswahlen des Bürgervereins wurde Jörg Ebert zum Schriftführer gewählt. Susanne Kosch ist nun Beisitzerin.

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