WILDESHAUSEN Elf bekannte Wildeshauserinnen und Wildeshauser beziehungsweise Historiker haben sich in einer Resolution für eine Umbenennung der Bürgermeister-Petermann-Straße ausgesprochen. Kurz vor der entscheidenden Sitzung des Wildeshauser Stadtrates haben sie den Text veröffentlicht.

Er lautet: „Hermann Petermann hat sich unbestritten um Wildeshausen verdient gemacht, aber er war von 1933 bis 1945 der führende Nationalsozialist am Ort gewesen. In seiner Doppelfunktion als Ortsgruppenleiter der NSDAP und als Bürgermeister trug er Mitverantwortung für die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes. In der Nachkriegszeit hat er sich, wie die Mehrheit seiner Mitbürger, einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit öffentlich nicht gestellt.

Die Entscheidung des Wildeshauser Rates von 1982, ihn mit einer Straßenbenennung zu ehren, ist nach heutigem Kenntnisstand nicht mehr tragbar und sollte zurückgenommen werden. Sie ist ein falsches Signal an die nachfolgenden Generationen und für eine angemessene Würdigung Hermann Petermanns ein Hemmnis. Seine Leistungen sollten nicht vergessen, seine Verantwortung und seine Schuld dürfen nicht verdrängt werden.“

Unterzeichnet ist diese Resolution von Hartmut Berlinicke, Hildegard Bohnes, Rudolf Boning, Gerd Jacoby, Ingeborg Jacoby, Gerda Lehmensiek, Joachim Musch und Bernd Oeljeschläger sowie den Historikern Peter Heinken, Dr. Werner Meiners und Klaus Schultze.

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