Großenkneten Das Jahr 2013 stand in der Gemeinde Großenkneten vor allem im Zeichen des Protests gegen die Hähnchenschlachterei. Und 2014 setzt sich die Reihe der Demonstrationen fort. Vor dem Neujahrsempfang der Gemeinde protestierten rund 40 Schlachthofgegner. Sie wollen auch eine mögliche Ansiedlung auf dem Fliegerhorst verhindern.

Im Gasthaus Kempermann herrschte dann wieder harmonische Neujahrsempfangs-Atmosphäre. Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Ratsvorsitzender Heinz Heinßen begrüßten 156 geladene Gäste, darunter die Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley (CDU) und Renate Geuter sowie Landrat Frank Eger (beide SPD). Schmidtke freute sich besonders über die Gäste aus den Partnergemeinden Evergem (Belgien) und Suprasl (Polen). Mit Joery De Maertelaere und Dr. Radoslaw Dobrovolski waren auch die Bürgermeister beider Orte nach Großenkneten gekommen.

Schmidtke erinnerte an seinen Vorgänger Volker Bernasko, der Ende 2012 im Alter von 54 Jahren plötzlich gestorben war. „Er hat sich während seiner Zeit als Gemeindedirektor und später als Bürgermeister unermüdlich für die Weiterentwicklung Großenknetens eingesetzt und damit in hohem Maße zum Wohlstand unserer Kommune beigetragen. Mir hat er damit ein großes Erbe hinterlassen.“

Er betonte auch, dass es in Großenkneten 2013 mehr gegeben habe als den Streit um die Hähnchenschlachterei. Die Steuereinnahmen seien stabil. „Dadurch konnten wir in die Lebensqualität investieren.“ Unter anderem nannte er die neue Sportanlage in Huntlosen, die gymnasiale Oberstufe am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, die Lehrschwimmhalle in Ahlhorn und etliche neue bzw. sanierte Straßen sowie die Feuerwehren.

Eine große Aufgabe für Großenkneten sei neben dem demografischen Wandel das Thema Integration. Schmidtke forderte hier mehr Unterstützung von Bund und Land in den kommenden Jahren.

Neben der Gemeinde hätten auch etliche Unternehmen stark investiert. Der Bürgermeister nannte u.a. Exxon Mobil, die EWE und den OOWV. „Nicht zu vergessen einen der größten Solarparks Norddeutschlands auf dem ehemaligen Fliegerhorst und die vorhandenen Windkraftanlagen.“

Aber auch die Gemeinde werde ihrer Vorreiterrolle für den Klimaschutz gerecht. Fast alle gemeindlichen Einrichtungen wurden in den letzten Jahren energetisch saniert.

Schmidtke, selbst ein erklärter Gegner der Hähnchenschlachterei, räumte ein, dass die Verlässlichkeit von Politik und Verwaltung durch diesen Fall gelitten habe. „Hier muss es uns gelingen, verloren gegangenes Terrain zurück zu gewinnen.“


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
Video

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.