Huntlosen /Großenkneten Welches Thema im Jugend-, Ordnungs- und Sozialausschuss zur Beratung anstand, war selten im Großenkneter Ratssaal so gut auf einen Blick zu erkennen wie am Donnerstagabend. In der ersten Reihe der Zuhörer saßen Huntlosens Ortsbrandmeister Rolf Meiners und sieben Kameraden, alle mit den T-Shirts „Freiwillige Feuerwehr Huntlosen“. Es ging um den Neubau eines Feuerwehrhauses im Ort. Der wird von Rat und Verwaltung gleichermaßen als überfällig angesehen, so dass die entsprechende Grundsatzempfehlung einstimmig fiel.

Mängel im Altbau

Im August 2012 hatte Ortsbrandmeister Rolf Meiners für die Freiwillige Feuerwehr Huntlosen den Antrag gestellt, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. Beim jetzigen Gebäude an der Bahnhofstraße bestehe erheblicher Sanierungsbedarf, Erweiterungsmöglichkeiten seien nicht vorhanden. Das Gebäude entspricht zudem nicht den Bau- und Unfallverhütungsvorschriften der Feuerwehrunfallkasse (FUK). Ein neues Löschgruppenfahrzeug, für 2018 vorgesehen, passe nicht mehr in das Gebäude.

51 aktive Mitglieder hat die Huntloser Feuerwehr derzeit. Die Sozialräume im Neubau sollen auf bis zu 60 Kameradinnen und Kameraden ausgelegt werden.

Der Bau soll für rund 1,7 bis 1,9 Millionen Euro (je nach Zahl der Stellplätze) auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Ecke Wilhelmstraße/Ziegelhof entstehen und möglichst Ende 2018 fertig sein. Das war völliger Konsens im Ausschuss. Die Planung übernimmt das Büro MRO Architekten & Ingenieure aus Oldenburg, die Feuerwehr wird weiter in die Planung einbezogen. Schon im Nachtragsetat 2016 sind daher jetzt 100 000 Euro an Planungskosten enthalten.

Einen Teil der Beschlussempfehlung kippten die Ausschussmitglieder in großer Eintracht. Die Verwaltung hatte drei Stellplätze festschreiben wollen, doch auf die endgültige Größe wollten sich die Politiker ohne weitere Beratungen in den Fraktionen noch nicht festlegen. „Wir wollen eine gut vorbereitete Entscheidung treffen“, betonte Andrea Naber für die CDU. Auch Kerstin Johannes (SPD) fehlten noch Alternativen und weitere Details. Axel Janßen (KA), Werner Knoop (FDP) und Hendrik Abeln lehnten es ebenfalls ab, schon jetzt drei Stellplätze festzuklopfen.

Die Feuerwehr hält nämlich vier Stellplätze plus überdachten Waschplatz für angebracht. Das wären Mehrkosten von bis zu 170 000 Euro gegenüber dem Beschlussvorschlag. Die Verwaltung war zu dem Ergebnis gekommen, dass drei Stellplätze reichen würden mit der Option, einen vierten Stellplatz später anbauen zu können. Das sollte bereits beim Neubau berücksichtigt werden.

In der Fraktionen soll nun in Kürze über diesen offenen Punkt nachgedacht und beraten werden. Kritik gab es an der Vergabe des Auftrags bereits an ein Architekturbüro, ohne ein alternatives Büro parallel planen zu lassen. Als die Verwaltung hinwies, dass ein weiteres Büro noch beauftragt werden könnte, was aber entsprechenden Zeitverzug nach sich ziehen würde, wurde diese Kritik sehr leise. Priorität hatte nämlich bei allen im Ausschuss, jetzt bei der Planung des Neubaus voranzukommen.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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