Neerstedt In der Region gibt es zu wenige kleine, bezahlbare Wohnungen. Das mag dem ein oder anderen bereits aufgefallen sein – Susanne Krebser hat es während der Bauausschusssitzung der Gemeinde Dötlingen im Neerstedter Rathaus zur Sprache gebracht. Die Geschäftsführerin des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen stellte dem Gremium das Konzept „Bezahlbares Wohnen für alle: Regionale Wohnungsmarktbeobachtung und -strategie“ vor. Der Ausschuss nahm dieses zustimmend zur Kenntnis.

Gestützt ist das Projekt auf den 2015 gefassten Grundsatzbeschluss des Kommunalverbunds zur kooperativen Regionalentwicklung. Dass es zu wenige kleine, bezahlbare Wohnungen gibt, war 2018 im Rahmen des Projekts in einem ersten Schritt vorgestellt worden. Die sechs Leitlinien, die in Seminaren, Fachausschüssen und weiteren Veranstaltungen verfasst wurden, sind während der Mitgliederversammlung am 9. Dezember bestimmt worden.

Gemeinsame Ziele

Darin geht es unter anderem darum, die Entwicklung zu steuern, um differenzierte und bedarfsorientierte Wohnraumangebote sowie um das gemeinsame Handeln. Vier Themenblöcke sind dabei im Blick: 1. Bezahlbarkeit/leistbares Wohnen/Wohnraum im mittleren Preissegment; 2. Umgang mit demografischem Wandel/Entwicklung im Bestand/Nachhaltige Siedlungs- und Wohnungsmarktentwicklung; 3. Bauen und Finanzierung (Baukostensenkung, serielle Bauweisen, soziale Infrastrukturkosten); 4. Kommunikation/Einbindung Politik/Vermittlungsstrategien. „Die Kommunen bleiben in ihren Entscheidungen selbstständig“, ergänzte Krebser dazu. „Eine Möglichkeit wäre, gemeinsame Ziele zu vereinbaren, sich zu verabreden, wie man den Zielen näherkommt.“ Die Zusammenarbeit beruhe auf freiwilliger Basis.

„Wir haben die Vorschläge schon in Dötlingen abgearbeitet – wir können da überall einen Haken dranmachen“, merkte CDU-Frau Anke Spille an. Sie habe das Gefühl, dass Bremen die Probleme auf die umliegenden Kommunen abwälze. „Nach dem Motto, jetzt schafft mal Wohnraum für uns.“ „Wir sind auf einem guten Weg und haben vieles umgesetzt, womit andere erst anfangen“, sagte Bürgermeister Ralf Spille dazu. Trotzdem sprach er sich für das Projekt aus: Man könne sich mit anderen Kommunen austauschen, wie sie das Problem lösen würden. „Daraus kann viel mitgenommen werden.“

Hohe Nebenkosten

Gabriele Roggenthien (Grüne) zu dem Thema: „Das Dilemma ist: Wir haben bezahlbaren Wohnraum – aber durch die Nebenkosten steigt die Miete stark an.“ Das beratene Mitglied Andreas Hauth erkundigte sich nach möglichen Fördertöpfen. Das Thema Finanzen sei Thema in einem der Seminare gewesen, erklärte Krebser dazu.

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Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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