WILDESHAUSEN Justizminister Bernd Busemann (CDU) will im Laufe seiner noch jungen Amtszeit alle Amtsgerichte in Niedersachsen besuchen, seine Visite in Wildeshausen am Montag war ihm aber ein besonderes Anliegen. Zum einen ist die Behörde seit einem Jahr Standort des Zentralen IT-Bereichs der niedersächsischen Justiz, zum anderen wollte er sich vom Justizverein Wildeshausen persönlich über dessen Wünsche zur Stärkung des Gerichts informieren.

Busemann, der nicht nur als Minister, sondern auch als langjähriger Rechtsanwalt und Notar eine enge Beziehung zur Justiz hat, war nicht mit leeren Händen nach Wildeshausen gekommen. Sowohl Amtsgerichtsdirektor Dr. Detlev Lauhöfer und seinen 35 Mitarbeitern als auch Martin Delank, Rolf-Lothar Klawonn, Götz Rohde und Florian Esmann vom Justizverein konnte er die Zusicherung geben, dass sich an der bewährten jetzigen Struktur der Justiz im Lande auf absehbare Zeit nichts ändern werde, die Standorte auch der kleineren Amtsgerichte und damit auch insbesondere der in Wildeshausen seien sicher.

Der Minister hörte sich ausführlich auch die Wünsche des Justizvereins nach Ausdehnung der Zuständigkeit auf den gesamten Landkreis an. Hier sagte er eine Prüfung zu, die allerdings sehr sorgfältig zu erfolgen habe. „Das ausschlaggebende Kriterium muss immer die Bürgernähe sein“, so der Minister. Allerdings müsse man dabei auch die Argumente aus Ganderkeseer, Huder und Wardenburger berücksichtigen, die bekanntlich eher nach Delmenhorst und Oldenburg tendieren.

Insgesamt sei die Justiz in Niedersachsen gut aufgestellt, betonte der Minister, der sich davon überzeugen konnte, dass diese Zustandsbeschreibung besonders auch auf den Standort Wildeshausen zutrifft. Busemann ließ sich von Lauhöfer und seiner Geschäftsstellenleiterin Julia Rohlfs ausgiebig durch das Haus an der Delmenhorster Straße führen und war sehr angetan von der Funktionalität und Ausstattung der Behörde. Ein besonderes Interesse zeigte der CDU-Politiker auch an der Arbeit des seit einem Jahr in Wildeshausen arbeitenden IT-Service-Desks, das ihm Leiterin Petra Mehrens vorstellte. In dem „Pannendienst“, der für alle rund 15 000 Mitarbeiter der Landesjustiz zuständig ist, sind zur Zeit 17 IT-Berater tätig. Auf insgesamt 32 Plätze soll das Zentrum noch ausgebaut werden.

Auch für Mängel hatte Busemann ein offenes Ohr. Von Verwaltungschefin Rohlfs wünschte er sich diesbezüglich ein „ehrliches Wort“ und hörte prompt , dass es bei der Materialbeschaffung hin und wieder „hakt“.

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