Hatten Wahlen in Vor- und Rückschau standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der SPD Hatten am Dienstagabend im Landgasthaus Brüers in Munderloh. Bundestagskandidatin Susanne Mittag berichtete über die Planung für den Bundestagswahlkampf. Sie habe bereits fast alle der 27 Ortsvereine des großen Wahlkreises besucht, so Mittag, die Partei habe eine spannende Zeit vor sich. Die Landtagswahl sei allerdings sehr wohl richtungsweisend gewesen, die Landesregierung im Rücken zu haben sei eindeutig ein Vorteil.

Glücklich über den Sieg bei der Landtagswahl und seinen späten Einzug in den Landtag, aber enttäuscht über sein persönliches Ergebnis war Axel Brammer. Kampagnen der Gegenseite vor der Wahl hätten ihn entscheidende Stimmen gekostet, nimmt er an.

Einen weiteren Grund dafür sah Frans Haverkort, der in der Versammlung das Wort ergriff. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat, besonders deren (am Dienstagabend nicht anwesender) Vorsitzender Hans-Herrmann Siemers habe in den Diskussionen der vergangenen Monate um Transparenz und Bürgerbeteiligung enttäuscht. Haverkort drängte darauf, dass die SPD ihrem Wahlversprechen, sich für mehr Transparenz einzusetzen, jetzt auch Taten folgen lassen müsse.

Als Antwort auf Haverkorts Forderung erklärte der Ratsvorsitzende Siegfried Dose, die SPD werde beantragen, den von ihm ins Leben gerufenen und geleiteten Arbeitskreis Transparenz des Gemeinderates künftig öffentlich tagen zu lassen. Dass dieser Arbeitskreis sich bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit trifft, hatte innerhalb des Ortsvereins für Kritik gesorgt. Der Ortsvereinsvorsitzende Helmut Koopmann versprach, das Thema bei der nächsten Mitgliederversammlung aufzugreifen. Einen Zusammenhang mit Brammers Wahlergebnis wollten aber weder er noch der Landtagsabgeordnete erkennen. Brammer erklärte, er habe im Landtag genau die Aufgaben bekommen, die er sich gewünscht habe. Kreistags- und Gemeinderatsmandat müssten angesichts der knappen Mehrheiten im Land allerdings künftig hinter dem Landtagsmandat zurückstehen. „Der Landtag hat jetzt Vorrang“, so Brammer.

Regularien standen während der Hauptversammlung ebenfalls auf dem Programm. Die Mitglieder bestimmten zahlreiche Delegierte für die Unterbezirks-Delegiertenkonferenz und den Unterbezirks-Parteitag am 27. März und Helmut Koopmann blickte auf ein vom Landtagswahlkampf geprägtes Jahr zurück.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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