Landkreis „Wenn jetzt nichts Schlimmeres passiert, werden wir im Landkreis Oldenburg relativ gut durch die Corona-Krise kommen“, hofft Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Oldenburg (WLO). Seine vorsichtig positive Sicht gründet sich auf den guten Branchenmix im Landkreis, in dem es keine Monostruktur gebe, und darauf, dass die öffentlichen Hilfen schnell und wirkungsvoll gegriffen hätten. Das sagte er den Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion in einer Videokonferenz.

Aschoff gab nach SPD-Angaben der Fraktion einen Überblick über die Zahlen im Landkreis. Hier wurden knapp 1800 Förderanträge für den Soforthilfe-Zuschuss mit einem Volumen von 11,5 Millionen Euro bei der N-Bank gestellt. 954 Betriebe meldeten Kurzarbeit für 11 319 Beschäftigte an, was aber nicht besage, dass alle Firmen auch tatsächlich in die Kurzarbeit gingen. Aschoff machte deutlich, dass es trotz der relativ guten Gesamtlage im Kreis für Soloselbstständige, Gastronomie und Reisebüros eine dramatische Entwicklung gebe.

Angesichts der umfassenden öffentlichen Hilfe sieht er derzeit aber keine Möglichkeit für ein eigenes großes Hilfsprogramm des Landkreises Oldenburg. Weder IHK noch Kreistag hielten das für sinnvoll. Auch bestehe die Gefahr einer Überkompensation, da weitere Förderungen auf die Bundesmittel angerechnet würden.

Die Energie der Zukunft brachte Franz Duin ins Spiel. Er wollte wissen, welche Schritte der Landkreis schon in Richtung Wasserstofftechnologie beschritten habe und erinnerte an den entsprechenden Antrag der SPD. Die Sozialdemokraten regten an, dass die WLO bei Betrieben im Landkreis in Erfahrung bringe, ob Interesse bestehe, beispielsweise Fuhrparks von Speditionen oder Busunternehmen auf Wasserstofffahrzeuge umzurüsten. Axel Brammer fügte hinzu, dass es im Landkreis zwei Bahnstrecken gebe, auf denen beispielsweise Wasserstoffzüge wie zwischen Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude eingesetzt werden könnten.

Positiv bewerteten die Sozialdemokraten das Vorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), in der Fleischindustrie künftig keine Werkverträge und Leiharbeit mehr zuzulassen, was seitens des Bundeskabinetts beschlossen wurde. Schon viel zu lange gebe es dort Probleme, die Selbstverpflichtung der Unternehmen habe an den Zuständen nichts geändert, deshalb sei dieser Schritt überfällig gewesen.

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