KIRCHHATTEN Mit dem „Fürstengruß“ eröffneten die Dingsteder Jagdhornbläser traditionell die Jahreshauptversammlung des Hatter Hegerings am Freitagabend im Schützenhof in Kirchhatten. Sie boten zudem den würdigen Rahmen für die nachfolgenden Ehrungen, die Hegeringleiter Günter Lütje gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Josef Schröer, und dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Oldenburg-Land/Delmenhorst, Helmuth Blauth, vornahm.

„Hoch soll’n sie leben“ ertönte das Signal, als Richard Baumüller für seine 70-jährige Mitgliedschaft, Heino Punke für 65-jährige Zugehörigkeit, Werner Stolle und Uwe Homann für jeweils 40 Jahre sowie Dieter Schweers für 25 Jahre ihre Urkunden erhalten hatten. Richard Baumüller erhielt die Gelegenheit, in einem kleinen Rückblick an die Gründungsjahre zu erinnern. Er präsentierte seine Mitgliedsurkunde, die auf das Jahr 1941 datiert ist, obwohl die Jägerschaft als erste Vereinigung nach dem Krieg erst 1946 gegründet wurde.

Bei Werner Böschen und Horst Kose bedankte sich Lütje für ihre lange Tätigkeit als Hundeobleute. Böschen legte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder und erhielt in Anerkennung seiner Arbeit die Verdienstplakette in Silber, Horst Kose in Bronze.

Eine besondere Ehrung wurde Gerwin Klatte zuteil. Auf Vorschlag aus der Jägerschaft verlieh ihm der Hegering Hatten zum ersten Mal den „Stocknagel“ als besonders verdienstvoller Treiber.

In seinem Bericht informierte Vorsitzender Lütje über ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte zur Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften, das aber in wesentlichen Teilen das bestehende Reviersystem bestätigen würde. Er ließ zahlreiche Aktivitäten vom Reviervergleichsschießen über die Ferienpassaktion bis zum Grillen und der Teilnahme an den Landtagen Nord Revue passieren.

Krähen verursachen erhebliche Schäden, berichtete Lütje weiter. In diesem Zusammenhang informierte der Hegeringleiter über ein Genehmigungsverfahren mit dem Ziel, die Jagdzeit im Landkreis vom 16. Juli bis zum 31. März festzulegen. Über 350 Wildwarn-Reflektoren sind inzwischen an zahlreichen gefährdeten Stellen installiert worden, teilte er zudem mit.

Detailliert wurde der Streckenbericht des Hegerings – untergliedert in Abschuss- und Fallwildzahlen – vorgetragen. Beim Schalenwild kamen achtmal Damwild, 63-mal Schwarzwild und 128-mal Rehwild zur Strecke. Bedauert wurde hier die große Zahl von 59 Rehen durch Unfälle. Beim Haarwild wurden u.a. 117 Feldhasen und 120 Füchse, beim Federwild 122 Fasane, 768 Ringeltauben, 322 Stockenten und 803 Rabenkrähen zur Strecke gebracht.

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