Klein Köhren Es sei Zeit zu handeln: In einem offenen Brief fordert Cord Remke die Abgeordneten aus dem hiesigen Wahlkreis dazu auf. Der Vorsitzende der Harpstedter EnergieAgentur (HEA), der auch Mitglied im Klimaschutzbeirat des Landkreises Oldenburg ist, wendet sich an Astrid Grotelüschen (CDU), Susanne Mittag (SPD) und Christian Dürr (FDP) mit Forderungen zum Klimawandel.

Er beginnt mit einem Überblick über die Arbeit im Landkreis, denn „die Harpstedter EnergieAgentur e.V. setzt sich seit ihrer Gründung 2011 für die Umstellung von fossilen Energien auf 100 % erneuerbare Energien ein, in der Energiewirtschaft, im Verkehr und im Wärmebereich. Nur so ist es möglich, die geplanten Klimaschutzziele zu erreichen. Der Landkreis Oldenburg und seine Gemeinden haben im Jahr 2014 das integrierte Klimaschutzkonzept ,Wir für gutes Klima’ erarbeitet. Ziel des Konzeptes ist eine Emissionsreduzierung auf 1,5 t CO2 je Einwohner und Jahr bis 2050 mit Zwischenzielen bis 2030.“

Jedoch seien alle Anstrengungen hinfällig, wenn sich nicht auch auf höherer politischer Ebene etwas bewege: „Allerdings sind diese Bemühungen aussichtslos, wenn sich nicht zügig die klimapolitischen Rahmenbedingungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene ändern. Deshalb fordern wir Sie als gewählte Vertreterinnen und Vertreter in den zuständigen Gremien auf, sich umgehend und umfassend für die Verabschiedung der erforderlichen Beschlüsse zur Begrenzung des Klimawandels einzusetzen. Maßstab für alle Entscheidungen muss die schnelle Reduzierung der Treibhausgase sein, damit verbundene Einschränkungen liebgewordener Lebens- und Konsumgewohnheiten dürfen kein Hinderungsgrund mehr sein.“

Cord Remke schlägt einige notwendige Sofortmaßnahmen vor: „Der Abbau aller klimaschädigenden Subventionen, die eingesparten öffentlichen Mittel sind direkt für Klimaschutzmaßnahmen zu nutzen; eine CO2-Bepreisung nach dem Verursacherprinzip, um schnelle Fortschritte auch in den Sektoren Verkehr, Bauen und Landwirtschaft zu erreichen; im Energiesektor die Aufhebung der Begrenzungen für den Ausbau von Solar- und Windenergie und den Abbau bürokratischer Hürden, damit die Stilllegung von Braun- und Steinkohlekraftwerken schneller als bisher geplant erfolgen kann.“

Weiterhin weist er auf die Dringlichkeit hin: „Für Symbolhandlungen oder parteipolitische Taktieren bleibt uns keine Zeit mehr oder wie Frau Bundeskanzlerin Merkel sagt: „Schluss mit Pillepalle!“.

Die Klimawissenschaftler haben nicht nur die Bedrohungen durch die Klimakatastrophe aufgezeigt, die damit befassten Forschungseinrichtungen und Institute weisen auch auf die erforderlichen Handlungsmöglichkeiten hin.

Jetzt sind mutige politische Entscheidungen gefragt, damit wir gemeinsam zu den Voraussetzungen für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder und Enkel beitragen können“, schließt Cord Remke seinen Brief.

Passend zum Thema fand am Dienstagabend die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Strom vom eigenen Dach“ der HEA in Harpstedt statt. Dabei wurden Fragen rund um das Thema Solarstrom am Eigenheim beantwortet.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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