KLEIN HENSTEDT Post von der „Schutzgemeinschaft Klein Henstedter Heide“ erhalten Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen dieser Tage. Der Verein fordert darin durchgehende Erdverlegung der geplanten Eon-Hochspannungstrasse von Ganderkesee nach St. Hülfe auch im „vielfältigen und schützenswerten Landschaftsgebiet“ Klein Henstedter Heide. Vorgesehen ist auf der Trasse bislang Teilverkabelung. „Genau an der Gemeindegrenze von Prinzhöfte soll sie aus der Erde auf ca. 60 Meter hohen Masten mit dicken Leitungssträngen geführt werden“, kritisiert Vereinssprecher Peer Laue; dazu komme ein monströses Übergabebauwerk am Grenzweg: „Wir sind nicht bereit, die massive Zerstörung des Landschaftsbildes hinzunehmen.“

In den Schreiben werden Argumente für Erdkabel angeführt und eine „faire Kostenermittlung unter Berücksichtigung aller Faktoren“ (so volkswirtschaftliche Kosten, steigende Metallkosten auch für Oberlandleitung, reale Baukosten) gefordert. Kostenargumente der Eon gegen Erdkabel in der Heide hält die Schutzgemeinschaft für „fragwürdig“. Sie appelliert: „Politik darf nicht hinnehmen, dass ihr die Entscheidung für langfristig verantwortbare Erdverlegung aus fragwürdigen Kostengründen aus der Hand genommen wird.“

Dass zwei Drittel der Trasse als Freileitung geplant seien, verärgert die Schutzgemeinschaft: „Eigentlich haben wir immer gehofft, dass sich die Eon bei der Planung mit guten Argumenten überzeugen lässt, im Landschaftsgebiet Klein Henstedter Heide ebenfalls Erdkabel vorzusehen. Doch offensichtlich rennen wir gegen eine Wand aus Hochspannungsmasten.“

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