Hude „Jetzt müssen wir das Ganze zum Laufen bringen“, stellte am Freitagnachmittag der ehrenamtliche Ortsbeauftragte der Johanniter in Hude, Andreas Feige, fest. Der Ortsverband, der erst in diesem Jahr gegründet wurde, nachdem die Johanniter seit 2017 den hauptamtlichen Rettungsdienst in Hude fahren, weihte im Beisein zahlreicher Gäste seine neue Dienststelle an der Parkstraße 60 ein. „Auf dieser Straßenseite ist es zu 100 Prozent ehrenamtlich“, meinte Andreas Feige. Schon im nächsten Frühjahr werden nämlich auf der anderen Seite der Parkstraße die hauptamtlichen Retter der Johanniter, die bislang noch in einem Provisorium leben, die neue Wache beziehen.

Es gebe viele Ideen, was aus dem breiten Spektrum der ehrenamtlichen Arbeit der Johanniter in Hude im neuen Ortsverband etabliert werden könne, sagte Andreas Feige. Und er hofft auf noch viele Mitstreiter, die sich engagieren möchten. „Wir gehen dabei nicht in Konkurrenz zu anderen Hilfsorganisationen, sondern suchen uns unsere Nischen“, betonte Feige.

Die Johanniter sind mit einer derzeit achtköpfigen Gruppe in der ehrenamtlichen Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) vor Ort. Sie wollen sich im kommunalen Katastrophenschutz engagieren und eine Betreuungsgruppe aufbauen. Auch eine Reiterstaffel sei eine Idee, erklärte der Ortsbeauftragte.

Vor allen Dingen stehen jetzt vor Ort aber erst einmal Räume für die Breitenausbildung und für die Treffen des Teams der Psychosozialen Notfallversorgung sowie auch Büro-Arbeitsplätze zur Verfügung.

Ortsbeauftragter Feige dankte für die Aufnahme in Hude und für die Sach- und Geldspenden. Ein besonderer Dank ging an Andreas Otte, Geschäftsführer der Huder
K & O Steuerberatungsgesellschaft mbH. Otte überreichte einen symbolischen Scheck über 5000 Euro. Das Geld hat den Johannitern ermöglicht, ihre neuen Räume zu renovieren. Voller Fürsorge vielen Menschen zu helfen, nannte Andreas Feige die Hauptmotivation der künftigen Arbeit. Und das nicht nur in der Region. Feige verwies auf die diesjährige Aktion für Kinder und Familien in Osteuropa. Die „Johanniter-Weihnachtstrucker“ würden auch in diesem Jahr wieder mit gespendeten Päckchen Richtung Osteuropa aufbrechen. Wie jeder einzelne mit einem solchen Päckchen helfen kann, erfährt man in einer Broschüre, die an diesem Samstag, wenn die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür in die Dienststelle eingeladen ist, ausliegt.

Dass die bislang noch kleine Helferschaft der Johanniter in Hude durch das neue Domizil weiter ausgebaut werden kann, zeigte sich Johanniter-Regionalvorstand Wilfried Barysch überzeugt. Er sei sehr gespannt, was sich so entwickle. Wichtig sei Kontinuität. Von einer tollen Nachnutzung der durch Umzug freigewordenen Geschäftsräume des Schuhgeschäfts Schrittmacher sprach Bürgermeister Holger Lebedinzew. Das passe wunderbar in das Huder Zentrum, wo auf engstem Raum Behörden und Institutionen tätig seien, die sich dem Dienst am Menschen verpflichtet fühlten. Es sei schön, dass es eine gute und kooperative Zusammenarbeit gebe. Vertreter von Polizei und Feuerwehr sowie der Kirche waren unter anderem gekommen, um zu den neuen Räumen zu gratulieren, wie auch Vertreter aus anderen Ortsverbänden und aus der Politik, unter anderem auch die Bundestagsabgeordneten Christian Dürr und Susanne Mittag. Abgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) schickte ein Grußwort, das verlesen wurde. 1. Kreisrat Christian Wolf gratulierte.

An diesem Samstag, 23. November, 11 bis 14 Uhr, ist die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen, sich die Dienststelle der Johanniter anzuschauen. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stehen bei Kaffee, Tee, kalten Getränken, Keksen und leckeren Johanniter-Waffeln für Fragen zur Verfügung.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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