OBERLETHE /WESTERHOLT Der Oberlether Friedrich von Essen ist nicht nur ein erfolgreicher Rassekaninchenzüchter. Sein Name fällt für gewöhnlich auch, wenn es gilt, die Geschichte der Züchtervereine oder Verbände in der Region aufzuarbeiten. Erst kürzlich hat er wieder ein umfangreiches Werk vorgelegt: Anlass war das 75-jährige Bestehen des Rassekaninchenzüchterverbandes Oldenburg-Nord. Am Sonnabend trafen sich etwa 120 Gäste und Mitglieder des Kreisverbandes in der alten Ziegelei Westerholt zur offiziellen Geburtstagsparty.

1933 ist das Gründungsjahr des Kreisverbandes. Es handelte sich dabei lediglich um eine organisatorische Straffung der bereits existierenden Züchtervereine. „Die Zucht an sich ist damals nicht neu erfunden worden“, kommentiert der Ehrenvorsitzende Uwe Ennen, selbst von 1997 bis 2008 Kreisverbandsvorsitzender, in seinem Vorwort der Chronik. Durch die Kreisverbände seien vielmehr die wegen ihrer Größe eher langsamen Landesverbände in ihrer Arbeit entlastet worden. Hintergrund, räumt Ennen kritisch ein, sei gewesen, dass so die Mitglieder während des Nationalsozialismus vor Ort besser „auf Linientreue“ überprüft werden konnten.

Im Kreisverband Oldenburg-Nord gibt es nur noch vier Vereine, die schon zur Gründungszeit Mitglieder waren: I2 Delmenhorst, I 13 Oldenburg, I 14 Osternburg und I 22 Bad Zwischenahn. Die Wardenburger Kaninchenzüchter gründeten zwar erst im Jahr 1968 ihren Verein I 101, können dafür aber mit einer imposanten Mitgliederzahl punkten. Mit 109 Züchtern liegen sie mit weitem Abstand im Kreisverband-Nord auf dem zweiten Platz. Lediglich die Oldenburger zählen mit 149 Züchtern noch ein paar Mitglieder mehr. Insgesamt sind knapp 1000 Rassekaninchenzüchter in dem Kreisverband organisiert, jeder Züchter besitzt im Schnitt 30 bis 40 Tiere.

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Wardenburg ist so etwas wie die heimliche „Landeshauptstadt“ der Kaninchenzucht. Seit 30 Jahren finden hier die Tagungen des Kreis- und Landesverbandes sowie der Preisrichtervereinigung Weser-Ems statt. Verändert hat sich dagegen gründlich die Motivation der Züchter. Während früher die Kaninchen so etwas wie die „Schweine des kleinen Mannes“ waren, geht es den Züchtern hauptsächlich um die reine Freude am Hobby.

Zu den Gratulanten des Kreisverbandes zählten am Sonnabend Landrat Frank Eger und Wardenburgs 1. stellvertretender Bürgermeister Detlef Sonnenberg. Das amtierende Vorstandsteam setzt sich zusammen aus 1. Vorsitzendem Rolf Frerichs, 2. Vorsitzenden Heiko Würdemann, Ehrenvorsitzendem Uwe Ennen, Schatzmeister Wolfgang Gebauer, Schriftführer Gerold Wefer, 2. Schriftführerin Christiane Mandel und Zuchtwart Fredie Siemen.

Neben den Jubiläumsreden sorgten Live-Musik, kalte Getränke und heiße Bratwürste für genussreiche Unterhaltung. Die nächsten Termine, zu denen die Kaninchenzüchter wieder als Freunde, aber auch als Konkurrenten um Preise und Pokale zusammenkommen, sind die 52. Kreisverbandsschau, die der I 32 Apen am 13. und 14. Dezember ausrichten wird, sowie die Kreisjugendjungtierschau am 1. und 2. August (Ausrichter I 89 Wahnbeck).

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