Heide /Ganderkesee Es stand gar nicht auf der Tagesordnung, sorgte aber in der jüngsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses für Zündstoff: das geplante Baugebiet Nr. 252 „südlich Heuweg“ in Heide. In der Einwohnerfragestunde kam die Frage auf, ob die Anwohner das Baugebiet noch verhindern könnten. In erster Linie sorgten sich die Redner um den geplanten sozialen Wohnungsbau. Ausschussvorsitzende Christel Zießler passten die Äußerungen gar nicht. „Sozialer Wohnungsbau heißt doch nicht asozial“, betonte die SPD-Ratsfrau. „Auch für Menschen, die einen ehrbaren Beruf erlernt haben, aber nicht so viel verdienen, wie etwa Pflegekräfte, brauchen wir bezahlbaren Wohnraum.“ Auch angehende Beamte oder Rentner könnten sich keine teuren Wohnungen leisten. Die Anwohner empörten sich daraufhin, „in die rechte Ecke gedrängt“ zu werden.

Eine Bürgerversammlung zu diesem Baugebiet sei geplant, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Peter Meyer, ein Termin stehe aber noch nicht fest. Die Gemeinde sei noch dabei, Flächen anzukaufen, erst dann gebe es einen Termin.

Die Abstimmung über ein Bauleitplanverfahren zur Entwicklung von Wohnbauflächen in Heide am Schulweg/Heuweg ist in der Sitzung auf Antrag der SPD zurückgestellt worden, um mehr Zeit für Gespräche mit allen Beteiligten zu haben. Die Fraktion war es auch, die das Baugebiet gefordert hatte. Die Gemeindeverwaltung hatte vorgeschlagen, von dem Baugebiet abzusehen. Es gebe für Heide und Hoykenkamp ein gemeinsames Ortsentwicklungskonzept. Die im Antrag der SPD genannte Fläche liege außerhalb der festgelegten Entwicklungsbereiche, so die Verwaltung. Thorsten Busch (UWG) sprach sich gegen das Baugebiet aus. Es gebe in Heide geeignetere Flächen. So könnten etwa Sackgassen weiter ausgebaut werden. Aber auch er sehe hier noch Beratungsbedarf.

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Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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