Harpstedt „Die unter Denkmalschutz stehende Windmühle ist im Flecken Harpstedt ein herausragendes Baudenkmal mit ortsprägendem Charakter.“ So steht es in der Begründung der Verwaltung, den aktuellen Bebauungsplan (B-Plan) für den Bereich um die Windmühle zu ändern. In einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am kommenden Dienstag, 14. Januar, beraten die Mitglieder über die Änderung des B-Plans. Am selben Tag kommt der Verwaltungsausschuss zusammen, um in dieser Sache zu beraten.

Neben dem denkmalgeschützten Bauwerk sei auch der näheren Umgebung besondere Bedeutung beizumessen, begründet die Gemeinde das Vorhaben. Die Beschlussempfehlung sieht vor, die Möglichkeiten der Bebauung im unmittelbaren Umfeld der Mühle, angrenzend an die Freistraße und den Mühlenweg weiter einzuschränken. Konkret geht es dabei um einen Bereich südlich des Wahrzeichens, parallel zur Freistraße. Nach dem aktuellem Stand ist es dort möglich, weitere Gebäude zu errichten, die eine Sicht auf die Mühle einschränken könnten.

Auf Teilen des Mühlengeländes darf laut B-Plan derzeit gar nicht, oder nur eingeschossig gebaut werden. Um die „optische Wahrnehmung“ der Mühle nicht zu beeinträchtigen, müsse der B-Plan im Hinblick auf das Gebiet an der Freistraße überarbeitet werden. Das geht aus der Beschlussempfehlung der Verwaltung hervor.

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Um diese Planungsziele zu sichern, soll eine Veränderungssperre erlassen werden. Diese würde Bauprojekte im unmittelbaren Umfeld der Mühle verhindern, bis die von der Verwaltung angestoßene Veränderung des B-Plans rechtskräftig wird. Eine solche Sperre kann bis zu zwei Jahre andauern und nach Bedarf um ein Jahr verlängert werden. Sowohl die Errichtung, als auch die Beseitigung von Bauwerken wäre in diesem Zeitraum nicht möglich.

Warum sollen diese Änderungen aber gerade jetzt beschlossen werden? Schließlich wurde der ursprüngliche B-Plan bereits 1981 beschlossen. Auch vor dem Hintergrund der Zwangsversteigerung der Windmühle lässt dieser Termin eine gewisse Sorge vermuten. Die Versteigerung steht nur zwei Wochen später, nämlich am Dienstag, 28. Januar an. Will die Gemeinde verhindern, dass nach dem Verkauf der Gebäudes bauliche Veränderungen vorgenommen werden, die das Ortsbild maßgeblich verändern würden? Zu dem Grund hinter der Beschlussempfehlung wollte die Gemeindeverwaltung keine Angaben machen. Offen ließ die Verwaltung ebenfalls, ob sich ein Gebot des Fleckens auf die denkmalgeschützte Mühle im Rahmen des Möglichen befindet.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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