Großenkneten Nur Imke Haake (FDP) erwähnte es in einem Nebensatz. Der Rat der Gemeinde Großenkneten hat am Montagabend virtuell am Weltfrauentag getagt. Das passte ziemlich gut zur Tagesordnung. Schließlich ging es im zentralen Beschluss der Sitzung darum, dass Großenkneten ab 1. April 2021 eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte mit einer halben Stelle hat. Einstimmig hat der Rat Angela Jenkner in das Amt berufen. Die Verwaltungswirtin, 46 Jahre, arbeitet seit Mai 2017 in Vollzeit im Sekretariat des Haupt-, Personal- und Schulamtes im Kneter Rathaus. Künftig wird sie beide Aufgaben mit jeweils halber Stelle wahrnehmen.

Während es über die Berufung von Jenkner keinerlei Aussprache gab, hatte es zuvor bei der Abberufung der bisherigen Gleichstellungsbeauftragten Antje Oltmanns eine längere Aussprache gegeben. Das lag keineswegs daran, dass die Entscheidung umstritten war, sondern weil alle Fraktionen diesen Punkt nutzten, Oltmanns in höchsten Tönen für ihre Arbeit zu loben und sich dafür zu bedanken.

Lobeshymnen

Antje Oltmanns hatte die Aufgabe in 2007 übernommen, und zwar nebenamtlich als Frauenbeauftragte mit neun Stunden die Woche. Als sich der Rat im Dezember entschloss, die Gleichstellungsarbeit künftig mit einer halben hauptamtlichen Stelle auszustatten, entschied sich Oltmanns, sich künftig auf die Arbeit als Amtsleiterin im Rathaus konzentrieren zu wollen.

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Astrid Grotelüschen bedauerte für die CDU-Fraktion diese Entscheidung, zeigte aber auch Verständnis dafür. Sie erinnerte an das vielfältige Wirken Oltmanns, um Mädchen und Frauen Mut zu machen. die Gleichberechtigung einzufordern. Auch erwähnte sie die Netzwerke, die Oltmanns geknüpft habe – in der Gemeinde, im Landkreis und im Land. „Frauen brauchen Vorbilder, und erfolgreiche Frauen sollten sichtbar sein“, meinte Grotelüschen. Da passe Oltmanns nächster Schritt gut, sich nun um die Amt der Bürgermeisterin in Dötlingen zu bewerben, fand sie.

Anke Koch (fraktionslos) hob hervor, das Oltmanns mit „mit ganz viel Liebe, Freude und Entschlossenheit das Amt gefüllt“ habe. „Danke für die tolle Arbeit“, sagte Carsten Grallert für die Kommunale Alternative (KA). Auch Imke Haake (FDP) und Kerstin Johannes (SPD) hoben kurz und knapp die Verdienste der scheidenden Gleichstellungsbeauftragten hervor.

Dank von Oltmanns

Antje Oltmanns nutzte die Gelegenheit, sich zu bedanken für die vielen lobenden Worte. „Ich habe viele tolle und engagierte Frauen kennen lernen können“, sagte sie. Mit der hauptamtlichen Stelle bekäme die Gleichstellungsarbeit eine noch größere Bedeutung und mehr Wertschätzung, freute sie sich. Für sie persönlich seien die Erfahrungen aus dieser Arbeit auch ein gutes Fundament für den weiteren beruflichen Weg, meinte sie.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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