Großenkneten /Ahlhorn Es ist eine vielfache Premiere im Saal des Gasthauses Kempermann gewesen: die erste Sitzung des Großenkneter Rates überhaupt in diesem Jahr, die erste mit ganz viel Abstand zwischen allen Beteiligten, mit Unterschriftenliste und Desinfektionsmittel im Eingangsbereich. Die Corona-Pandemie hat die Großenkneter Gemeindepolitik auf den ersten Blick folglich verändert.

Doch bei den Inhalten gibt es dann vieles, was aus den Vor-Corona-Zeiten bekannt war und ist. So bildet die Umsetzung und Entwicklung des Städtebauförderprogramms in Ahlhorn weiter einen der großen Themenkomplexe, der die Gemeinde die ganzen zwanziger Jahre beschäftigen wird. Die vier Beschlüsse zu Ahlhorner Themen im Überblick.

Förderprogramm

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Die Richtlinie zur Förderung der Wohn- und Aufenthaltsverhältnisse im Quartier „Wildeshauser Straße“ in Ahlhorn ist ein Gemeindeprogramm. Es geht auf einen Vorschlag der CDU-Fraktion zurück und wendet sich an die Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet, sofern sie in ihrem Einfamilienhaus selber wohnen. Für die Verbesserung ihrer Wohnsituation haben sie die Möglichkeit, einen 30-prozentigen Zuschuss (maximal 2000 Euro) zu erhalten. Gedacht ist an die Neugestaltung der Garten- und Außenanlage, die Herstellung der Barrierefreiheit und energetische Maßnahmen. Es ist ein Angebot der Gemeinde an alle, die nicht in den Genuss von Fördermitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm kommen können. Pro Jahr stellt die Gemeinde 20 000 Euro zur Verfügung.

neuer name

Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat hat die Städtebauförderungsprogramme überarbeitet. Ergebnis für Ahlhorn: Es wird künftig im Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ weitergehen, denn das ist der Nachfolger des bisherigen Programms „Soziale Stadt“. Bei den Gebietsabgrenzungen entlang der Wildeshauser Straße sowie bei den integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepten ändert sich nichts.

Sanierungsbeirat

Ahlhorn erhält einen Sanierungsbeirat innerhalb des Programms „Sozialer Zusammenhalt“. Er ist mit einem Dorferneuerungsausschuss vergleichbar und soll die Städtebaufördermaßnahmen begleiten. Die elf gewählten Mitglieder sind Bewohner des Sanierungsgebiets, Mitglieder von sozialen Einrichtungen, Mitarbeiter von Verwaltung, Sanierungsträger und Quartiersmanagement. Letzteres hat auch die Geschäftsführung des Beirates inne. Für kleine Projekte steht zunächst ein jährlicher Betrag von 10 000 Euro zur Verfügung. Hiervon trägt die Gemeinde ein Drittel der Kosten.

Samuel Stoll (CDU) fand es „höchste Zeit“, diesen Beirat ins Leben zu rufen. Es gelte, ihn mit Leuten aus dem Ort zu besetzen und deren kreative Ideen zu nutzen. Harm Rykena (AfD) fand, dass die Gründung zu spät komme. Schließlich habe es zu Anfang einige Vorbehalte der Ahlhorner Bevölkerung gegeben. Er sah angesichts des hohen Anteils der Öffentlichkeitsarbeit die Gefahr „einer reinen Werbeveranstaltung“. Bürgermeister Thorsten Schmidtke entgegnete, dass das Programm noch ganz am Anfang eines langen Weges stehe (zehn bis zwölf Jahre). Auf Nachfrage von Rykena betonte er, dass selbstverständlich der Bürgerverein Ahlhorn beteiligt werde. „Das ist einer der wichtigsten Ansprechpartner vor Ort“, so der Bürgermeister.

Investitionspakt

Vom „Investitionspakt soziale Integration im Quartier“ profitiert Ahlhorn ein drittes Mal, da es sich im Städtebauförderprogramm befindet. Für den evangelischen Hans-Roth-Kindergarten Ahlhorn, der auch im Bundesprogramm „Sprachkitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ vertreten ist, bedeutet das eine dritte 90-prozentige Förderung. Diesmal geht es um die Gruppenräume des Bestandsgebäudes, die bisher über keine Akustikdecken verfügen. Die Beleuchtungsanlage entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und muss erneuert werden. Ferner sollen Bodenbeläge ausgetauscht und Wände gestrichen werden. Die Kosten liegen bei rund 371 838 Euro.

Die Gemeinde Großenkneten erklärt ihre Bereitschaft, den durch Einnahmen und durch Fördermittel nicht gedeckten Anteil der zuwendungsfähigen Ausgaben von 37 184 Euro durch Eigenmittel zu tragen. Eingeworbene Fördergelder werden an die evangelische Kirchengemeinde Ahlhorn weitergeleitet. Anke Koch (Kommunale Alternative) und Harm Rykena (AfD) lobten ausdrücklich dieses Projekt, das den Abschluss der Modernisierung und des Ausbaus der Kita bildet.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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